Nahezu alle befragten Unternehmen (97 Prozent) nennen Cyberangriffe als zentrales Risiko für die Versorgungssicherheit. Mit deutlichem Abstand folgen physische Angriffe (42 Prozent) sowie Störungen in den Versorgungsketten (41 Prozent). Die Thüga-Gruppe führte die repräsentative Befragung im Februar und März 2026 durch.
Bedrohungslage als mittel bis hoch eingestuft
Die Mehrheit der Befragten schätzt die aktuelle Bedrohungslage als mittel (43 Prozent) oder hoch (30 Prozent) ein. Ein Viertel sieht die Lage als niedrig bis sehr niedrig. Mit Blick auf physische Angriffe auf die Versorgungsinfrastruktur zeigen sich die Teilnehmer besonnen. Physische Angriffe seien nicht zu vermeiden – es gebe keine hundertprozentige Sicherheit, sagt einer der Befragten. Es gehe vielmehr darum, die Versorgung in solchen Fällen so schnell wie möglich wiederherzustellen.
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85 Prozent der Unternehmen haben ihre Investitionen in Schutzmaßnahmen bereits erhöht: Besonders die Cybersicherheit verursacht steigende Kosten. Treiber sind demnach hohe gesetzliche Anforderungen und der Mangel an qualifiziertem IT-Fachpersonal.
Regulierung erschwert pragmatische Lösungen
Trotz steigender Anforderungen planen nur 15 Prozent der Unternehmen, zusätzliches Personal aufzubauen – fast ausschließlich im Bereich IT-Sicherheit oder aufgrund der NIS2-Richtlinie. Die Regulierung erschwere Neueinstellungen, da nicht alle Kosten anerkannt würden. Die Umfrageteilnehmer bemängeln, dass „immer kritischere gesetzliche Vorgaben pragmatische, wirtschaftlich vertretbare Lösungen erschweren. (nhp)
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