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EEG, Netznutzung und Kraftwerksstrategie – mit neuen Regelungen soll die Energiewirtschaft weiterentwickelt werden. Die Pläne stoßen in der Energiebranche weitgehend auf Kritik – und auch die Wirtschaft und die Bevölkerung wollen einen anderen Weg gehen als die Politik.
Zwischen 2025 und 2028 dürften die Ausgaben zum Management von Netzstörungen und Engpässen deutlich geringer ausfallen, als ursprünglich angenommen. Eine aktuelle Studie der Übertragungsnetzbetreiber schätzt: Rund neun Milliarden Euro könnten eingespart werden.
Die Bundesnetzagentur hat die Transparenzplattform Smard ausgebaut. Die Plattform stellt nun auch detaillierte Daten zum Netzengpassmanagement, Redispatch oder zur Netzreserve bereit. So soll die Transparenz auf den Energiemärkten erhöht werden.
Zunehmende Engpässe im deutschen Stromnetz erfordern Maßnahmen zum Ausgleich. Sie sind teuer und erzeugen obendrein viel Kohlendioxid. Eine neue Studie belegt: Es wäre gar nicht schwierig, den Trend umzukehren und die Netzentgelte zu entlasten.
Seit der Einbeziehung von Solaranlagen mit mehr als 100 Kilowatt Leistung in den Redispatch liegen die ersten Praxiserfahrungen vor. Das Fazit: Es gibt noch viele Baustellen. Sven Ullrich
Solarstromanlage, BHKW oder Windrad, ob direktvermarktet oder zur Eigenversorgung, für das neue Redispatch 2.0 müssen alle Stromerzeugungsanlagen mit mehr als 100 Kilowatt gemeldet werden. Doch noch immer sind nicht alle Erzeuger erfasst – und die Frist ist bereits abgelaufen.
Redispatch 2.0 — Aktuelle Vorschriften im EEG weisen den Betreibern von großen Solaranlagen neue Aufgaben zu. Sie müssen ihre Generatoren für die Fernsteuerung ausrüsten. Technisch ist das längst gelöst. Sven Ullrich
Seit Oktober 2021 sind alle Solarstromanlagen ab 100 Kilowatt verpflichtet, am Redispatch 2.0 teilzunehmen. Dazu zählt die Meldung von Stammdaten und Nichtverfügbarkeit der Anlagen. Um den Informationsbedarf zu stillen, bietet der Bundesverband Solarwirtschaft ein FAQ-Papier an.