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Dr. Franz Alt: Sonne und Wind brauchen nicht die Meerenge von Hormus

Jetzt rächt sich, dass die deutsche Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) und Kanzler Friedrich Merz (CDU) weiterhin auf fossile Rohstoffe setzen – wie US-Präsident Donald Trump. Die Folgen dieses völkerrechtswidrigen Krieges sind überall spürbar: An den Zapfsäulen, in der Industrie, an den Börsen, in jedem Geldbeutel.

Wieder einmal wird alles teurer und belastet die Umwelt. Was noch mehr kostet. Die Zahl der Kriegsflüchtlinge wird ebenfalls stark absteigen – mit unberechenbaren Folgen. Kriege waren und sind schon immer nur Scheinlösungen.

Video-Podcast mit Dr. Franz Alt: So schaffen wir 100 Prozent Erneuerbare!

Ausreichend Energie für Deutschland

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Sonne und Wind erzeugen Strom unabhängig von der Sperrung der Meeresenge von Hormus. Die Sonne scheint auch in Deutschland auf jedes Dach, und der Wind weht überall. Wenn die iranischen Ajatollahs die Straße von Hormus für Gas- und Öltanker sperren, juckt das weder Sonne noch Wind.

Es gibt kein einziges Land der Welt, das sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen könnte. Wir haben zwei große Energiequellen: Sonne und Wind. Daneben gibt es vier kleinere wie Wasserkraft, Bioenergie, Erdwärme sowie die Energie der Ozeane, aus Wellen, Gezeiten und Strömungen. Allein die Sonne schickt uns jede Sekunde etwa 15.000 Mal mehr Energie als acht Milliarden Menschen zusammen im Jahr verbrauchen.

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Keine Renaissance der Atomkraft!

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat vorgeschlagen, die EU solle wieder auf Atomkraft setzen und kleinere und mittlere AKW bauen. Dafür soll die EU 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Aber: Auch 15 Jahre nach der Katastrophe Fukushima und 40 Jahre nach Tschernobyl sind die Folgen nicht bereinigt: Tausende Tote und Millionen Strahlenopfer, vor allem Kinder.

Auch kleine und mittlere AKW sind unsicher. Sie bieten keine Möglichkeit, den Atommüll zu entsorgen. Die Alternative: Europa ist erneuerbar – kein Geld für eine gefährliche Atomrenaissance! Steuergelder sind weit sinnvoller für die solare Energiewende einzusetzen.

Hier geht es zur Sonnenseite von Bigi und Dr. Franz Alt.

Einfache Naturgesetze nicht verstanden

Jedes Kind lernt heute in der Schule, dass die solare Energiewende möglich ist, wenn die Politik die Weichen richtig stellt und wenn die Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Aber ausgerechnet die deutsche Wirtschaftsministerin und der deutsche Bundeskanzler wollen die einfachen Naturgesetze nicht verstehen.

Denn sie sind es, die sich abhängig von den alten Energiekonzernen und vom Ausland gemacht haben. So beharrt die Bundesregierung auf einem vorsintflutlichen Gesetz für Gebäude, das weiterhin primär auf Öl und Gas zur Wärmeversorgung setzt. Und sie kämpft gegen das Aus von Verbrenner-Autos im Jahr 2035, das die EU beschlossen hat. Das aber bringt der deutschen Automobilwirtschaft keine Vorteile, sondern nur mehr Unsicherheit – Gift für jeden Wirtschaftszweig.

Dr. Franz Alt: Die solare Weltrevolution ist im Gange

Zur Freude von Tesla und den Chinesen

China wie auch Tesla freuen sich über die deutsche Dummheit, denn sie machen beste Geschäfte mit ihren E-Autos. China allein hat 2025 mehr Solar- und Windanlagen aufgestellt als die gesamte übrige Welt zusammen.

Indien ist auf bestem Weg, es den Chinesen nachzumachen. Die beiden Milliarden-Völker haben bei der Energiewende und bei der solaren Weltrevolution die Nase vorn. Deutschland hat zwar die Technik erfunden, verschläft unter Merz und Reiche die Umsetzung – zum Schaden der deutschen Wirtschaft und von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Jimmy Carter: Vordenker der Solarenergie und Friedenspräsident 

Trump lobt Gas-Kathi

US-Präsident Donald Trump freut sich und lobt die deutsche Bundesregierung, dass sie die Energiewende ausbremsen will. Er und Frau Reiche wollen die Uhr zurückdrehen. Kein Wunder, hatte sich doch Katharina Reiche früher in der Wirtschaft den Spitznamen Gas-Kathi verdient, bei ihrem Job für ein Tochterunternehmen von Eon.

Nun macht sie ihrem Spitznamen alle Ehre. Während die Gas- und Ölpreise gigantisch steigen, wird die Kilowattstunde Strom aus Sonne oder Wind für fünf bis sieben Cent produziert: preisgünstig, umweltfreundlich und für alle Zeit stabil. Vor allem aber unabhängig von ausländischen Großkonzernen und Öl-Diktaturen der Scheichs, Ajatollahs oder Zaren.

Krieg ums Öl – oder Frieden durch die Sonne?

Um Sonne und Wind werden niemals Kriege geführt. Die Sonne hat einen Sicherheitsabstand zur Erde von 150 Millionen Kilometern. Da kommen weder Trump noch Putin oder sonst ein Obergauner jemals ran. Also: Der Ölpreis-Schock hätte vermieden werden können oder kann zumindest künftig vermieden werden, wenn jetzt endlich die richtigen Konsequenzen gezogen werden: Der rasche Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien – weltweit.

Die entscheidende Zukunftsfrage lautet: Krieg ums Öl oder Frieden durch die Sonne? Die Kriege im Irak, in der Ukraine, in Venezuela und jetzt im Iran: Immer ging es um Erdgas und Öl. Sonne und Wind jedoch sind Geschenke des Himmels. Sie sind Friedensenergien.

Ein Vorschlag der Süddeutschen Zeitung: Kanzler Merz sollte mal die Töchter seiner Töchter fragen, was sie von seiner Energiepolitik halten. 

Hier finden Sie alle Blogs des Chefredakteurs und seiner Gäste.

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