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AC-Ladepunkte

Hand in Hand: Installateur, App und Controller

Meist dauert die Inbetriebnahme viel zu lang. Dabei zählt im Arbeitsalltag jede Minute: Laptop raus, Dokumentation suchen, Zugang finden, Netz parametrieren, authentifizieren, OCPP anbinden – oft bei Wind und Wetter. Viele Fehler entstehen genau hier, bei der Erstkonfiguration unter Zeitdruck. Eine praxisnahe Lösung muss Stolperfallen vermeiden und ohne Spezialwissen funktionieren. Das bietet die neue Konfigurations-App für die AC-Ladesteuerung Charx control modular von Phoenix Contact.

Schritt für Schritt zur Erstkonfiguration

  • Ladepark und Ladepunkte benennen: Der Installateur vergibt ein­deutige Namen für den Ladepark sowie für jeden Ladepunkt und schafft eine konsistente Struktur zur Dokumentation, Abrechnung und Support. Bei größeren Installationen übernimmt eine Option zur ­automatischen Benennung die fortlaufende Nummerierung – das spart Fleißarbeit und verhindert Tippfehler.
  • Lastmanagement einrichten: Der Anwender definiert die zulässige Hauptsicherungs- beziehungsweise Leistungsgrenze, wählt die ins Lastmanagement einzubeziehenden Ladepunkte aus und legt die Phasenfolge (Rotation) je Ladepunkt fest. Die App führt in wenigen Schritten durch diese Einstellungen und hilft, Überlasten und Fehleinstellungen zu vermeiden.
  • Freigabemodi wählen: Der Installateur entscheidet, wie der Ladevorgang freigegeben wird – etwa kostenfrei, lokal per RFID-Whitelist oder über ein Backend via OCPP. Ein integrierter Test prüft die OCPP-­Verbindung (LAN/WLAN/4G – abhängig von der jeweiligen Controller-Option) ­direkt vor Ort und bestätigt die erfolgreiche Backend-­Anbindung.
  • Details bei Bedarf erweitern: Konfigurationen, die über die geführte ­Erst­einrichtung hinausgehen, lassen sich direkt im integrierten Web Based Management (WBM) erstellen. Dort stehen alle Detailfunktionen zur Verfügung – ohne Medienbruch und ohne die App verlassen zu müssen.

Diese Schritt-für-Schritt-Navigation erzeugt weniger Nacharbeit, weniger Fehler und erreicht die schnellere Übergabe an den Betreiber.

Zusammenspiel von AC-Steuerung und App

Was die App schlüssig macht, ist ihr Zusammenspiel mit der Ladesteuerung Charx control modular – dem Herzstück smarter AC-Ladeinfrastruktur. Die App liefert die Oberfläche, die Steuerung die Intelligenz. Weil beide Bausteine aufeinander abgestimmt sind, entspricht jeder Schritt der Erstkonfiguration exakt der späteren Anlagenlogik. Das senkt Komplexität auf der Baustelle und sorgt im Betrieb für Verlässlichkeit. Auf dieser Basis lässt sich Ladeinfrastruktur schneller in Betrieb nehmen.

Und sie wird steigenden Anforderungen gerecht: von eichrechtskonformer Abrechnung über Cybersecurity bis zu neuen Funktionen wie Plug-and-Charge oder V2G. Charx control modular ist eine offene, skalierbare Plattform, die per Software-Update kontinuierlich erweitert wird. Betreiber erhalten eine langfristig wartbare Lösung, die sich an neue Anforderungen anpasst, ohne dass Hardware kostspielig ausgetauscht werden muss.

Cybersecurity und Regulierung

Mit der neuen Radio Equipment Directive (RED) seit August 2025 und dem Cyber Resilience Act (CRA) ab Dezember 2027 steigen die Anforderungen an die Sicherheit von vernetzter Ladeinfrastruktur, insbesondere wenn WLAN, Mobilfunk oder RFID im Einsatz sind. Charx control modular ist dafür ausgelegt. Regelmäßige Security-Updates, zügige Behebung von Schwachstellen und klare Update-Mechanismen unterstützen Hersteller und Betreiber, den sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Die Steuerung basiert auf einer industrietauglichen Linux-Plattform und kommuniziert über die Protokolle OCPP, ISO 15118, Modbus/TCP, Mott und Rest. Dadurch gelingt die nahtlose Integration ins Backend, in Gebäudeleittechnik und Energiemanagement – vom Einzelladepunkt bis zum Ladepark.

Vom Einsteiger zum Großprojekt

Zusätzlich lassen sich Ladeszenarien unterschiedlicher Größenordnungen intelligent steuern und verwalten. Die Systemarchitektur der EVSE-Controller ist so ausgelegt, dass sie von der einzelnen Wallbox bis zum großen Ladepark mit bis zu 48 Ladepunkten flexibel erweitert werden kann. Ihre Plug-and-Play-Module sind einfach auf der Tragschiene anreihbar. So lassen sich Erweiterungen von Ladeparks unkompliziert umsetzen.

Der Ladecontroller verfügt über ein Softwarekonzept, welches den ­Controller von der eichrechtlich relevanten Messkapsel entkoppelt. Diese Entkopplung vereinfacht die Zertifizierung, ermöglicht Software-Updates ohne Konformitätsverlust und erlaubt die Wahl unterschiedlicher Energiezähler.

Erstkonfiguration von AC-Ladeinfrastruktur per App: schnell, einfach und klar geführt.

Foto: Shutterstock/Phoenix Contact

Erstkonfiguration von AC-Ladeinfrastruktur per App: schnell, einfach und klar geführt.

Die Autorin

Julia Krüger
arbeitet im Bereich Global Marketing and Communications bei Phoenix Contact E-Mobility in Schieder-Schwalenberg.

Phoenix Contact

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