In Europa gibt es für die radiometrische Wärmebild-Branderkennung bisher keine eigene harmonisierte Produktnorm. Sie wird über projektspezifische Zulassungen und nationale Systeme wie VdS in Deutschland oder CNPP in Frankreich geregelt. Das UL-Listing kann hier als zusätzlicher technischer Nachweis dienen, ersetzt aber weder CE-Kennzeichnung noch EN-54-Normen.
Die radiometrischen Kameras erfassen pro Pixel mehrmals pro Sekunde eine Temperatur. Alarme lassen sich über absolute Schwellenwerte, Differenzen zwischen definierten Bereichen und Anstiegsraten konfigurieren. Eine integrierte visuelle Kamera liefert zusätzlich ein Bild im sichtbaren Spektrum.
Anwendungsfelder sind unter anderem Abfall- und Recyclinganlagen, Rechenzentren, Batteriespeicher sowie Solaranlagen, bei denen an Steckverbindern und Modulen Hotspots entstehen können – oft dort, wo keine konventionellen Melder installiert sind. Die Technologie arbeitet ergänzend zu klassischer Branderkennung. (nhp)
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