photovoltaik Ausgabe: 03-2017

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Inhaltsübersicht

  1. Gläserner Strompuffer
  2. Fronius
  3. Senec
  4. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  5. Solarmax

Weiter sinkende Förderquote bei den Heimspeichern

Alle reden von Effizienz, auch bei den Speichersystemen. Das Förderprogramm der KfW für Solarbatterien scheint von dieser Debatte nicht betroffen. Die Förderquote unter den verkauften Speichern sinkt weiter. „Zu Beginn der Förderung wurde jeder zweite Speicher unterstützt“, analysiert Kai-Philipp Kairies von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. „Mittlerweile liegt die Förderquote unter 40 Prozent.“

Die Zahlen stellte er beim PV-Symposium in Bad Staffelstein vor. Nach seinen Angaben waren Ende 2016 in Deutschland rund 57.000 stationäre Stromspeicher installiert. Davon wurden bislang rund 24.000 Systeme gefördert.

2013 war etwa die Hälfte der verkauften Speicher mit Bleizellen bestückt, die andere Hälfte mit Lithiumzellen. Anfang 2017 betrug der Marktanteil der Lithium-Ionen-Systeme bereits 95 Prozent.

Diese Quote dürfte weiter sinken. Denn die bürokratischen Hindernisse sind viel zu hoch, bis der Solarkunde in den Genuss der Speicherförderung kommt. Erst muss er wegen relativ geringer Summen bei seiner Hausbank einen Kredit durchboxen, dann muss die KfW nicken. Da werden stapelweise Papiere gewälzt. Für preiswerte Speichersysteme werden die Zuschüsse ohnehin kaum in Anspruch genommen. Das Geld legen die Kunden lieber aus der eigenen Tasche auf den Tisch. Die Tilgungszuschüsse kommen meist teuren Systemen zugute, bei denen sich der Aufwand lohnt.

Teure Systeme wird es aber nicht mehr lange geben. Der Preisverfall bei Lithium-Ionen-Systemen erreicht im Jahr rund 18 Prozent. Wenn die Speicher immer preiswerter sind, lohnt sich der Aufwand für die Förderung erst recht nicht. Und die Tilgungszuschüsse sinken mit der Zeit, wegen zusätzlicher Degression. Zu Beginn des Programms waren es 25 Prozent, derzeit sind es 19 Prozent der Kreditsumme. Die Absenkung erfolgt alle sechs Monate, bis letztlich nur noch ein Zehntel bezuschusst wird.

Teure Systeme wird es aber nicht mehr lange geben. Der Preisverfall bei Lithium-Ionen-Systemen erreicht im Jahr rund 18 Prozent. Wenn die Speicher immer preiswerter sind, lohnt sich der Aufwand für die Förderung erst recht nicht. Und die Tilgungszuschüsse sinken mit der Zeit, wegen zusätzlicher Degression. Zu Beginn des Programms waren es 25 Prozent, derzeit sind es 19 Prozent der Kreditsumme. Die Absenkung erfolgt alle sechs Monate, bis letztlich nur noch ein Zehntel bezuschusst wird.

Der Markt brummt – trotz der geringen Förderquote. In Deutschland wurden nach Angaben der Forscher aus Aachen im vergangenen Jahr rund 20.000 Speicher neu installiert. Das waren fast doppelt so viele wie Neuzulassungen bei Elektroautos (11.400). Nach dem Ranking der RWTH sind die wichtigsten Anbieter von Speichern (in dieser Reihenfolge): Sonnen, Senec, E3/DC, SMA, LG Chem, Samsung SDI, Fronius, IBC und Varta.

Allerdings hat die Förderung ein Gutes: Die KfW schreibt den Speicherherstellern eine Ersatzwertgarantie für zehn Jahre vor, wenn die Geräte förderfähig sein sollen. Das ist mittlerweile Standard im Markt.

Die Ergebnisse der Analysen veröffentlicht die RWTH auf dieser Website:

www.speichermonitoring.de

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