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„Solartechnik und Speicher wachsen zusammen“

Schwarzburger: Früher war die Solarbranche übersichtlich: Solarmodule auf dem Untergestell, Wechselrichter fürs Netz. Strom floss immer nur ins Verteilnetz.

Petersen: Wer Ende Juni auf der Messe in München war, hat gesehen: Diese Zeiten sind vorbei. Denn Leistungselektronik und Solarspeicher wachsen zusammen.

Schwarzburger: Was bisher bei kleinen Privatanlagen die Regel war, kommt nun auch bei C&I und Solarparks. Kaum eine Anlage wird noch ohne Batterien gebaut. Hybridsysteme sind nun erste Wahl.

Petersen: Das bietet neue Geschäftsmodelle, macht unabhängig vom Netz und erlaubt sinkende Kosten. Denn der Wettbewerb bleibt hart, daran ändert sich nichts.

Schwarzburger: Die Preise für Speichersysteme sind attraktiv, vor allem für große Containerlösungen. Damit ist es möglich, Sonnenstrom rund um die Uhr einzuspeisen oder den Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Petersen: Wir reden dabei nicht nur über Wirkleistung, sondern auch über Blindleistung, wenn die Wechselrichter mit ihren Speichern als Phasenschieber agieren – um Netzreserven freizumachen.

Schwarzburger: Regelleistung und Stabilisierung von Spannung und Frequenz in den verschiedenen Netzebenen sind standardisierte Funktionen, die mittlerweile in den Geräten verfügbar sind. Kurzzeitige Schwankungen im Netz werden souverän durchfahren.

Petersen: Mehr intelligente Wechselrichter, mehr Stromspeicher. Dann braucht niemand völlig überteuerte Gaskraftwerke, die sich Bundeswirtschaftsministerin Reiche wünscht.

Schwarzburger: Der Markt entwickelt sich schneller, als die Politik reagieren kann. In anderen Ländern werden die Chancen durchaus erkannt. Bei uns haben die verantwortlichen Politiker leider eine sehr langsame Lernkurve. Das ist ein richtiger Standortnachteil.

Petersen: Stimmt. Denn andere Länder der EU oder Großbritannien sind bereits viel weiter mit dem Ausbau der Netzspeicher. Sie haben verstanden, dass sich Milliarden beim Ausbau der Netze einsparen lassen – eben durch intelligente Speichersysteme.

Schwarzburger: Mittlerweile ist die Wirtschaft in Deutschland auf den Trichter gekommen. Der Zubau von C&I-Speichern entwickelt sich gut. Denn Solarstrom, Speicherbatterien und E-Firmenflotten stärken die Wettbewerbsfähigkeit – indem sie Energiekosten drücken.

Petersen: Das muss nun auch die Bundesregierung begreifen. Die Energiewende sichert Arbeitsplätze, und zwar im großen Stil. Wer sie ausbremst oder abwürgt, sabotiert unsere Wirtschaft – ganz einfach.

Schwarzburger: München war ein Fest der Innovationen. Speicherakkus und E-Mobilität standen im Mittelpunkt. Und Wechselrichter – Herz und Hirn der schönen neuen Solarwelt.

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