Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Speicher und E-Heiztechnik treiben Wärmewende voran

Schwarzburger: Deutschland gibt viel Steuergeld aus, um Eigenheime mit Wärmepumpen auszustatten. Das ist richtig, denn wir müssen weg von Heizöl und Erdgas.

Petersen: Millionen Mieterinnen und Mieter bezahlen die Förderung, haben aber nichts davon. Denn in Mehrgeschossern sind Wärmepumpen zu aufwendig, zu teuer und geraten an ihre Grenzen. Hier braucht es Lösungen, die mit sauberem Solarstrom vom Dach und aus der Fassade sowie Ökostrom aus dem Netz versorgt werden.

Schwarzburger: Das kostet nur einen Bruchteil der Investition, die für Wärmepumpen nötig wäre. Zudem sind E-Heizsysteme nahezu unverwüstlich. Sie werden einfach wie Leuchtmittel geplant, als ohmsche Widerstände ins Energiemanagement eingebunden.

Petersen: Auf diese Weise profitieren die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude von dynamischen Stromtarifen. Denn elektrische Direktheizungen oder Heizstäbe für thermische Wasserspeicher können ihren Strom in Zeiten geringer Kosten beziehen.

Schwarzburger: Aufgrund ihrer Speicherkapazität durch Naturstein, Schamottsteine oder die erwähnten Pufferspeicher heizen sie vor – für die Stunden am Morgen, wenn die Familie aufsteht und sich für den Tag vorbereitet.

Petersen: Die Elektrifizierung der Gebäude ist der Hebel, der die Wärmewende wirklich in Schwung bringt. Die Heizstäbe für die Raumwärme oder Warmwasser sind eine Zwischenlösung, die sich gut für den Bestand eignet – um fossile Brenner abzulösen.

Schwarzburger: Im Neubau geht die Entwicklung eindeutig zur solarelektrischen Vollversorgung, denn dort sind die Kosten für Infrarotheizungen, elektrische Konvektoren und die Trinkwassererwärmung mit Boilern an der Zapfstelle oder Heizstäben in größeren Speichervolumina erste Wahl.

Petersen: Stromspeicher, dynamische Stromtarife und regelbare elektrische Wärmeerzeuger bieten den Installateuren und ihren Kunden jetzt neue Perspektiven. Das Geschäft mit der Sektorenkopplung nimmt gerade erst Fahrt auf.

Schwarzburger: Viele Altanlagen fallen demnächst aus der EEG-Vergütung. Möglichst viel Sonnenstrom in die Wärmeversorgung des Gebäudes zu schicken, erhöht den Eigenverbrauch und die Versorgungssicherheit. Mit überschaubarem Aufwand für den Umbau.

Petersen: Zudem ist Wärmestrom nicht genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber, auch nicht bei der Bundesnetzagentur. Alles, was nicht ins Netz fließt, lässt sich unbürokratisch realisieren. Das ist eine Riesenchance!

Schwarzburger: Und es imprägniert gegen das Hin und Her bei der Förderung. Wer auf solarelektrische Systeme umsteigt, schützt sich auch vorm Anschlusszwang bei der Fernwärme – dem nächsten Preistreiber der Energiekosten.

Jetzt weiterlesen und profitieren.

+ PV E-Paper-Ausgabe – jeden Monat neu
+ Kostenfreien Zugang zu unserem Online-Archiv
+ Fokus PV: Sonderhefte (PDF)
+ Webinare und Veranstaltungen mit Rabatten
+ Adresseintrag im jährlichen Ratgeber
uvm.

Premium Mitgliedschaft

2 Monate kostenlos testen