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C & I

Autowerke stellen auf Solarstrom um

Autogigant Stellantis setzt in Polen auf Solarenergie. Gebaut werden die Anlagen von Quanta Energy. Die Solarparks summieren sich auf 58 Megawatt; die solaren Carports an den vier Werken sollen je sieben Megawatt leisten. 94.300 Solarmodule werden installiert, auf rund 54 Hektar.

Neue Maßstäbe gesetzt

Das Projekt forderte von Quanta Energy hohe Kompetenz, Präzision und Koordination von Planung und Bau. „Gemeinsam mit Stellantis setzen wir in diesem strategischen Projekt neue Maßstäbe“, urteilt Piotr Grzybczak, CEO von Quanta Energy. „Wir zeigen, wie Innovation und Verantwortung die Automobilbranche prägen.“

Im Pkw-Werk in Tychy südlich von Kattowitz wurde ein altes Kohleheizkraftwerk stillgelegt. Nun wird die Energie von der Sonne gewonnen. Symbolisch war der Abriss eines 150 Meter hohen Schornsteins, der die Region jahrzehntelang geprägt hat.

Motorenwerk in Tychy

Die erste Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zwei Megawatt wurde drei Monate früher als geplant fertiggestellt und in Betrieb genommen. Seit Ende Januar 2025 versorgt sie das Stellantis-Motorenwerk in Tychy mit sauberem Strom.

Als Nächstes kommen Stromspeicher und Carport hinzu. Bis Ende dieses Jahres soll das Werk in Tychy zu etwa 56 Prozent energieautark sein. „Dank dieser Investition werden wir weniger abhängig von teurer Energie“, bestätigt Slawomir Czernecki, der Direktor des Motorenwerks.

Er ergänzt: „Wir reduzieren unsere Emissionen, erhöhen unsere Versorgungssicherheit und senken die Betriebskosten. Diese Vorteile sind in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld und angesichts des wachsenden internationalen Wettbewerbs von unschätzbarem Wert.“

Die Strommenge, die in den Solarfarmen von Stellantis erzeugt wird, kann rechnerisch im Jahr fast 20.000 polnische Haushalte mit Energie versorgen. Auf die jährliche Laufleistung von E-Autos umgerechnet, wären es 3,3 Millionen Kilometer.

Brachen am Motorenwerk in Tychy wurden für Solarparks genutzt.

Foto: Quanta Energy

Brachen am Motorenwerk in Tychy wurden für Solarparks genutzt.

Solaredge

Händler senkt Ladekosten um 70 Prozent

Die Firma BV-Comoffice ist spezialisiert auf die Installation und Wartung von Büro- und Medientechnikgeräten. Das Unternehmen investierte in eine 100 Kilowatt starke Solardachanlage. Sie wird mit Wechselrichtern und Leistungsoptimierern von Solaredge betrieben.

Eine Batterie mit einer Kapazität von 40,5 Kilowattstunden versorgt die firmeneigene Flotte über zwölf Ladestationen. Die Energiemanagementsoftware für C & I ermöglicht es dem Händler, den Eigenverbrauch des Solarstroms besser zu steuern.

Bei BV-Comoffice ist die Software so konfiguriert, dass der Energiebedarf des Gebäudes prioritär mit der selbst erzeugten Solarenergie gedeckt wird. Überschüssiger Solarstrom wird in der Batterie gespeichert, um ihn später am Abend zu nutzen – genau dann, wenn die Stromtarife aus dem Netz am höchsten sind.

Die zweite Priorität gilt der Versorgung der E-Fahrzeugflotte. Da der Ladebedarf der Mitarbeiter variiert, ermöglichen abgestufte Lademodi, dass vorrangige Nutzer wie Vertriebsmitarbeiter bei Bedarf auf Netzstrom zugreifen können. Andere Fahrzeuge, die keine Priorität haben, werden ausschließlich dann geladen, wenn Solarstrom verfügbar ist.

Mitarbeiter haben zudem die Wahl, ihr Elektroauto über eine App mit Netzstrom aufzuladen, wobei die Kosten analog zur öffentlichen Ladestation abgerechnet werden. „Das Software-Upgrade von Solaredge hat die Verteilung der Solarenergie auf das Gebäude, die Batterie und die EV-Ladegeräte vollständig automatisiert und unsere Ladekosten um 70 Prozent gesenkt“, bestätigt Christoph Vogl, Geschäftsführer von BV-Comoffice. „Die personalisierten Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge ermöglichen den reibungslosen Betrieb für unser Team.“

Ein entscheidender Faktor für die Effizienz der Lösung ist die Fähigkeit des C & I-Wechselrichters, eine Überdimensionierung von bis zu 175 Prozent zu erreichen. Dies ermöglicht die optimale Nutzung überschüssiger Solarenergie für die E-Flotte.

https://www.solaredge.com/de/

Foto: Solaredge

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