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Die vorgesehenen Regelungen für den Kapazitätsmarkt sind so gestaltet, dass Speicher nicht teilnehmen können. Doch weder technologische Weiterentwicklungen noch die Nutzung heimischen Ökostroms werden berücksichtigt.
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) hat nachgerechnet, wie teuer ein zentral organisierter Kapazitätsmarkt in den kommenden beiden Jahrzehnten wird. Wenige Cent pro Kilowattstunde summieren sich zu enormen Belastungen
In den Stellungnahmen zum Grünbuch der Bundesregierung lehnen immer mehr Vertreter die Einführung eines Kapazitätsmarktes ab. Nach den Verbraucherschützern, einem Wissenschaftsverbund nun auch der Branchenverband BEE.
Nach der Regierung spricht sich auch die Verbraucherzentrale Bundesverband gegen die Einführung eines Kapazitätsmarkts aus. Dieser birgt die Gefahr erheblicher Mehrkosten für die Verbraucher. Auch Wissenschaftler sprechen sich gegen den Reservemarkt aus.
Erst Kanzlerin Merkel, dann Wirtschaftsminister Gabriel: Bei den Kapazitätsmärkten zeigt sich die Regierung einig. Nun erklärt auch Gabriels Staatssekretär Rainer Baake den Bossen der Energiewirtschaft, dass keine Kraftwerke künstlich am Leben erhalten werden, die man nicht braucht.
Gegenüber dem Handelsblatt hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Kapazitätsmarkt für fossile Kraftwerke abgelehnt. Damit bekräftigte er Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel aus der vergangenen Woche.
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechtfertigt beim Neujahrsempfang des Bundesverbands Erneuerbare Energie den Einbruch bei der Photovoltaik. Zugleich zeigt sie sich "skeptisch" gegenüber einem Kapazitätsmarkt für fossile Kraftwerke. Verbandschef Fritz Brickwedde warnt vor dem Ausschreibungsmodell für Solarparks.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Grünbuch zur Ausgestaltung des künftigen Strommarktes vorgelegt. Darin sind Vorschläge enthalten, wie sich die Regierung einen Strommarkt vorstellt, der zum größten Teil von Solar- und Windkraftanlagen getragen wird. Unter anderem steht dabei zur Debatte, ob ein Kapazitätsmarkt notwendig ist oder nicht. Jetzt sammelt das Wirtschaftsministerium weitere Vorschläge.