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Als Alternative zur verpflichtenden Direktvermarktung könnten kleine Solaranlagen den Jahresmarktwert bekommen. Auch eine starre Leistungsbegrenzung ist nicht notwendig – und sogar kontraproduktiv.
Eine Messkampagne von E3/DC an rund 110.000 Hausanschlüssen über das Pfingstwochenende im Mai zeigt: Auch in Regionen mit hoher Anlagendichte bleiben die Ortsnetze stabil. Der Hersteller leitet daraus politische Forderungen zur Einspeisevergütung ab.
Die direkte Vermarktung von Strom aus kleinen Solaranlagen, wie sie das Bundeswirtschaftsministerium andenkt, ist kommunikationstechnisch derzeit überhaupt nicht möglich. Außerdem verstößt die Regelung gegen den Koalitionsvertrag – schon die zweite.
Mit der Bereitstellung von Flexibilitätsoptionen am Ausgleichsmarkt können die Speicherbetreiber bis zu 180 Euro pro Monat erzielen. Basis ist eine Gridbox, die die Anlagen steuerbar macht.
Das österreichische Klimaschutzministerium stellt weitere 20 Millionen Euro für den Bau von privaten und gewerblichen Solaranlagen zur Verfügung. Die Überbrückung bis zum Förderstart nach dem EAG ist dringend notwendig.
2020 werden in Deutschland erstmals mehr als ein Gigawatt Solarleistung nur mit kleinen Photovoltaikanlagen installiert. Der Umsatz mit Anlagen bis zehn Kilowatt erreicht bis Jahresende rund 1,4 Milliarden Euro und wächst gegenüber 2019 um 73 Prozent.
Eine aktuelle Prognose von EuPD Research weist für das Segment der Kleinanlagen unter zehn Kilowatt nach 427 Megawatt im ersten Halbjahr 2020 für das Gesamtjahr einen Spitzenwert von gut 800 Megawatt aus. Zudem steigt die Leistung der privaten Anlagen.
Der österreichische Branchenverbrand PV Austria fordert ein Konjunkturprogramm für die Erneuerbaren, um nicht nur die Corona- sondern auch die Klimakrise zu überwinden. Als erstes sollte sofort ein ausreichend dotiertes Förderprogramm für Kleinanlagen starten.