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E3/DC-Analyse: Niederspannungsnetze vertragen mehr Solarstrom

Ausgewertet wurden dabei Daten von Photovoltaikanlagen mit mehr als zehn Kilowatt Leistung. Nach Angaben des Unternehmens kommt es selbst in Regionen mit sehr hoher Anlagendichte weder zu Überlastungen der Ortsnetze noch zu nennenswerten Abschaltungen der Erzeugungsanlagen. Die Ergebnisse hat E3/DC in einem Whitepaper veröffentlicht.

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Anlass der Messung war die wiederkehrende Debatte um drohende Netzüberlastungen durch dezentrale Solaranlagen, die sich rund um sonnenreiche Feiertage mit geringem Stromverbrauch zuspitzt. Für Kleinanlagen bis 30 Kilowatt mit Überschuss-Einspeisung sieht E3/DC diese Sorge nach eigener Auswertung als unbegründet an.

Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse mit Spannungsreserve

Die Messung berücksichtige auch andere Erzeuger im jeweiligen Ortsnetz. „Wir wollten einerseits den aktuellen Zustand an besonders strahlungsintensiven Tagen darstellen, andererseits aber auch aufzeigen, wie die Aufnahmekapazität der Netze einfach und konsequent erweitert werden kann“, sagt Nicolas Bartholomäus, Energy Systems Engineer bei E3/DC.

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Jeder Heimspeicher misst am Netzanschlusspunkt die Spannung. Laut Bartholomäus verfügten über 80 Prozent der erfassten Hausanschlüsse über größere Spannungsreserven. Weitere 18,4 Prozent erreichten den Bereich zwischen 243 und 253 Volt. Nur 0,15 Prozent der Anlagen schalteten zeitweise ab – nach Darstellung des Unternehmens normgerecht und unkritisch. E3/DC schließt daraus, dass Ortsnetze durch solare Kleinanlagen auch in Ausnahmesituationen nicht überlastet werden. Der Strom aus gebäudeorientierter Photovoltaik bleibt so im Verteilnetz und wird dort auch im Jahresverlauf verbraucht.

E3/DC warnt vor Direktvermarktungspflicht für kleine Anlagen

Aus den Ergebnissen leitet das Unternehmen politische Forderungen ab. „Nach Ansicht von E3/DC sollten die Einspeisungen der Kleinanlagen bis 30 Kilowatt wie bisher weiter nicht direktvermarktet werden, weil die umliegenden Nachbarn in keiner Weise anders günstig physikalisch versorgt werden können“, sagt Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC. Die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung sei sinnhaft gewählt und diene einem flächendeckenden Ausbau moderner Gebäude.

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Physikalisch betrachtet ist Energy Sharing bereits im Ortsnetz vorhanden: „Die aktuellen Pläne in Richtung Direktvermarktung können für Kleinanlagen teure Bürokratie bedeuten. Der abrupte Wegfall der Einspeisevergütung sollte im Bundestag nicht beschlossen werden“, fordert Piepenbrink. (nhp)

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