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Studie: Zentrales Wärmenetz für kleine Abnehmer nicht wirtschaftlich

Eine Kläranlage als potenzielle Wärmequelle, einzelne Großverbraucher (Ankerkunden) sowie eine engagierte Bürgerinitiative: Trotz der ländlichen Gebietsstruktur bietet Windeck-Dattenfeld geeignete Bedingungen für ein zentrales Wärmenetz. Eine von Rhenag Energie beauftragte Studie hat die Situation gründlich analysiert.

Das Ergebnis: Die zentrale Versorgung der Region mit flächendeckendem Wärmenetz kommt für Endkunden – im Vergleich zur dezentralen Einzelversorgung mit Wärmepumpen oder Holzkesseln – teurer. Denn die Zahl und Nutzung der angeschlossenen Gebäude sowie die räumliche Verteilung spielen eine entscheidende Rolle. Es ist also wichtig, möglichst viele potenzielle Einzelabnehmer auf möglichst dichtem Raum zu akquirieren, etwa Mehrfamilienhäuser und kommunale Liegenschaften.

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Zu hohe Netzkosten für Endkunden

In Dattenfeld führt die weitläufige Bebauung mit vielen kleine Wohngebäuden und nur wenigen Mehrfamilienhäusern zu hohen Netzkosten pro erzeugter Wärmemenge. Kleinere Netze für den gemeinsamen Anschluss benachbarter Gebäude bleiben denkbar.

In Windeck-Dattenfeld stehen mehrere potenzielle Wärmequellen zur Verfügung. Deshalb hatte die Bürgerinitiative Nahwärme-Windeck veranlasst, erste Konzepte auszuarbeiten. „Eine Idee war es, die Abwärme der Kläranlage zu nutzen“, erläutert Ferdinand Patt von der Bürgerinitiative. „Weiterhin gab es Überlegungen für ein kaltes Nahwärmenetz mit Eisspeicher als Wärmequelle.“

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Darüber hinaus gibt es in der Region ein gutes Angebot an Holz. Die Studie zieht ein System aus Hackschnitzelkessel und Klarwasser-Wärmepumpe für ein Wärmenetz mit 70 Grad Celsius im Vorlauf in Betracht. Die Kläranlage könnte als Wärmequelle der Wärmepumpe dienen. Entscheidend sind letztlich die Verfügbarkeit zuverlässiger und preiswerter Wärmequellen sowie der ausgewogene Mix aus kommunalen und gewerblichen Abnehmern, die konstant hohen Wärmebedarf haben. (HS)

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