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Zauberstab für saubere Wärme

Alle reden von der Wärmewende, seit Jahren. Aber so richtig geht sie nicht voran. Die Wärmepumpe braucht enorme Förderung, um ihren Marktanteil zu steigern. Viele Kommunen setzen auf Fernwärme – obwohl sie bereits heute wissen, dass dieser veraltete Ansatz der zentralen Wärmeversorgung das nächste Millionengrab sein wird.

Nur die dezentrale Wärmewende bietet die Aussicht, die Kosten für die Versorgung mit Warmwasser und Heizwärme zu senken. Gepaart mit Sonnenstrom von Dach und Fassade sowie mit leistungsstarken Stromspeichern gehört die Zukunft der E-Wärme. Elektrische Heiztechnik nutzt Solarstrom und dynamische Stromtarife aus, um die Wärmeversorgung zu überschaubaren Kosten zu ermöglichen.

Abschied von zentralen Systemen

Entscheidend ist nicht nur der Abschied von der zentralen Wärmeversorgung. Damit verbunden ist auch der Abschied von Systemen, die Warmwasser und Heizwärme zugleich bereiten. Warmwasser wird übers Jahr benötigt, der Bedarf hängt im Wesentlichen von der Zahl der Nutzerinnen und Nutzer ab.

Heizwärme wird nur im Winter gebraucht. Noch immer werden Wärmepumpen verkauft und installiert, die beide Bedarfe abdecken – wie die Gastherme oder der Ölkessel. Allein darin liegt die Ursache einer erheblichen Energieverschwendung, die sich in überzogenen Kosten für den Betrieb niederschlägt.

Warmwasser und Heizung trennen

Warmwasser elektrisch und möglichst nah an der Zapfstelle zu erzeugen, bietet die Chance, die Temperaturen abzusenken. Denn Legionellenschutz (Aufheizung auf mehr als 70 Grad Celsius) ist erst ab Speichervolumina von drei Litern vorgeschrieben. Speziell auf Warmwasser optimierte Technik senkt die Kosten enorm.

Gleiches gilt für die Heizung. Wer modern heizt, wirft die wassergeführte Heizung auf den Schrott. Das geht mit elektrischen Heizkörpern, Infrarotplatten oder Konvektoren viel besser. Denn sie passen nahtlos mit dem Stromspeicher zusammen, der im Winter – wenn wenig Sonnenstrom vorliegt – dynamische Stromtarife für die Wärmeversorgung nutzt.

Erprobte Produkte – made in Europe

Dafür hält der Markt erprobte Produkte bereit – made in Europe. „Wir haben schon Ende 2017 begonnen, Komponenten für Power-to-Heat zu entwickeln, parallel zu unserem Standardsortiment und unserer OEM-Fertigung“, erzählt Andreas Pirner, der seit damals bei der Schweizer Firma Askoma den Vertrieb und das Marketing leitet. „Am Anfang konnten wir unter anderem mit Fronius gute Entwicklungen beginnen, mit dem Askoheat OP. Parallel haben wir mit der technischen Hochschule in Biel die Entwicklung eines Energiemanagementsystems begonnen. Daraus hat sich unser Askoheat plus entwickelt. Er ist zweiteilig mit Display, als Einschrauber für anderthalb Zoll und Flansch mit 180-Millimeter-Anschluss.“

Askoma regelt Heizleistung in vielen Stufen

Die Heizstäbe von Askoma werden in Stufen geregelt. Zur Auswahl stehen drei- bis siebenstufige Heizeinsätze mit 1,75 bis neun Kilowatt. Beim Besuch in Bützberg (bei Langenthal) in der Nähe von Olten wird deutlich, dass es sich um hochwertige Produkte handelt, die umfangreich getestet werden.

Sie sind mit elektronischen Steuerungen ausgestattet, um beispielsweise dynamische Stromtarife auszunutzen. Größere Flanscheinsätze mit 240 und 280 Millimetern gibt es von 9,5 bis 20 Kilowatt, sechs- bis 19-stufig. „Somit findet der Privatkunde im Wohnhaus, der Gewerbebetrieb oder Landwirt seine passende Leistungsgröße, je nach Speicher und Größe der Photovoltaikanlage“, erklärt Pirner.

Askoma beliefert Händler in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Tschechien, Polen, Ungarn, Italien, Frankreich und dem Mittleren Osten. „Derzeit entwickeln wir den Vertrieb in Australien, Spanien, Portugal und auf dem Balkan“, sagt Pirner. „Den Markteintritt in Nordamerika prüfen wir gerade.“

Deutschland hinkt hinterher

Das zeigt: Die solarelektrische Wärmewende ist global im Gange, nur in Deutschland ist sie noch nicht wirklich angekommen. Askoma entwickelt und fertigt die Heizstäbe nebst Zubehör in Bützberg. Der unscheinbare Ort liegt im Oberaargau im Kanton Bern. „Gehäuse und Kunststoffteile fertigen wir in unserem Tochterunternehmen in Malaysia, diese werden in die Schweiz geliefert“, erklärt der Experte. „Alle unsere Produkte durchlaufen eine Einzelstückprüfung, elektrisch und im Wasser unter Druck, bevor wir sie an die Kunden versenden.“

Schweizer Qualität: Die Kunden sollen die Sicherheit haben, dass alle Produkte zuverlässig sind. „Wir spüren, dass die Kunden ein hohes Qualitätsbewusstsein entwickeln sowie montagefreundliche und bedienfreundliche Produkte sehr schätzen“, erzählt Andreas Pirner beim Rundgang. „Wir legen sehr großen Wert darauf, diesen Ansprüchen zu folgen und vorausschauend Produkte zu entwickeln, um ihnen weiterhin gerecht zu werden.“

Stromspeicher versorgen Heizstäbe

Derzeit kommt Bewegung in die Wärmewende, vor allem aus der Solarbranche: Die Einspeisevergütung schrumpft, die Eigenverbrauchsoptimierung wird immer wichtiger. Im dynamischen Niedertarif beispielsweise lädt der Askoheat plus 2.0 sehr günstig die Heizwasserspeicher oder Warmwasserboiler mit hohen Temperaturen auf.

Mittlerweile hat Askoma die Vielfalt seiner Produkte reduziert, um die Kosten zu senken und die Stückzahlen zu steigern. „Nun fertigen wir ausschließlich den Askoheat plus 2.0. Er löst den bekannten Askoheat plus ab. Die Askowall plus in der 2.0-Version ist noch einfacher zu montieren.“

Solarstrom direkt nutzen

2025 wurde der neue Askoheat DC vorgestellt. Er kommt für die direkte Verbindung zum Solarmodul ohne Wechselrichter zum Einsatz. Der Sonnenstrom (DC) fließt direkt in die Wärme, ohne Umweg durch das AC-Netz im Gebäude. Auf diese Weise kann man die Solaranlage ohne Netzanfrage und ohne Anmeldung bei der Bundesnetzagentur bauen und betreiben. Einfacher geht es kaum.

Solche E-Heizstäbe erweitern die Möglichkeiten, die der Installateur seinen Kunden anbieten kann. Sie lassen sich mit Gasthermen und Ölkesseln kombinieren, denn sie werden in den Warmwasserspeicher oder in den Heizungspuffer eingeschraubt. Solange ausreichend Sonnenstrom anliegt, wird die Wärme elektrisch erzeugt. Die fossilen Brenner bleiben aus und kommen erst ins Spiel, wenn es knackig kalt wird.

Kombination mit Wärmepumpen

Auch mit Wärmepumpen lassen sie sich kombinieren. „Wir integrieren in die Software des Askoheat plus 2.0 immer mehr Wärmepumpen verschiedener Hersteller mit ihren Regelungen“, erläutert Pirner. „Die Wärmepumpe hat einen guten COP bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Mit dem Heizstab können wir Temperaturen weit über 70 Grad Celsius erreichen. Dies ist notwendig und förderlich für den Schutz gegen Legionellen.“

Überschüssigen Sonnenstrom im Sommer für Warmwasser zu nutzen, entlastet die Wärmepumpe. Sie braucht weniger Kompressorstarts, das verlängert ihre Lebensdauer. Der Askoheat plus 2.0 fragt am Kompressor die Leistung ab, zum Beispiel 2,5 Kilowatt. Bis 2,5 Kilowatt übernimmt der Heizstab die Heizfunktion und speichert überschüssigen Solarstrom im Warmwasser.

Flexible Stromtarife zahlen sich aus

Bei höherem Leistungsbedarf übergibt er an die Wärmepumpe. Läuft die Wärmepumpe und ist weiterer Überschussstrom aus der Solaranlage verfügbar, läuft der Askoheat plus 2.0 parallel zur Wärmepumpe. Diese Funktion ist auch bei flexiblen Stromtarifen nutzbar.

Askoma kann auch Wärmeleistungen bereitstellen, die Mehrgeschosser oder Firmengebäude versorgen. Für Leistungen bis neun Kilowatt gibt es die Askowall. Für Leistungen von 9,5 bis 20 Kilowatt wurde die Askoflow 50 für Flanscheinsätze mit 240 Millimetern entwickelt.

Zudem wurde dafür ein kleiner Heizwasserspeicher mit 50 Litern entwickelt, zur Montage auf dem Boden oder an der Wand. „Ihn nutzen Kunden mit großer Leistungsanforderung wie in Mehrfamilienhäusern, Gewerbebetrieben, Großküchen oder Landwirte“, nennt Pirner einige Beispiele. „Da meist die Anschlüsse an den bauseitigen Boilern fehlen, ist die einfache Adaption möglich.“

Zum Jahresbeginn 2026 brachte Askoma den neuen Askoheat plus 2.0 AC/DC mit 240-Millimeter-Flanscheinsatz. Das ist ein pfiffiger Heizeinsatz für Solaranlagen im Bestand, mit der Erweiterung auf drei Kilowatt DC. Er bietet alle Funktionen des Askoheat plus 2.0 mit 5,8 Kilowatt AC mit integrierter DC-Lösung (drei Kilowatt). „Er ist auch für Kunden geeignet, die ein Balkonkraftwerk erweitern wollen“, erklärt Pirner. „Damit lässt sich Solarstrom sehr gut direkt nutzen, auch bei Blackout.“

Über das Stromnetz und AC ist die Notheizung möglich, auch Winterbetrieb mit niedrigem Stromtarif. Der Einbau wird im bauseitigen Heizspeicher vorgenommen oder im Askoflow-50-Zusatzboiler leicht adaptiert. Askoma vertreibt seine Produkte im Fachgroßhandel (Heizung und Elektro), im Solarfachhandel und über OEM-Kunden aus der Heizungsindustrie.

My-PV regelt Heizstäbe stufenlos

Ein zweiter wichtiger Anbieter von einschraubbaren Heizstäben ist die Firma My-PV mit Sitz in Neuzeug, seit über zehn Jahren Pionier der solarelektrischen Wärmewende aus Oberösterreich. Anders als bei Askoma sind die Heizstäbe stufenlos regelbar. Erst unlängst wurde ein 180 Quadratmeter großes Wohnhaus im Schwarzwald komplett ausgestattet.

Hier wurde die Photovoltaikanlage mehrmals erweitert und das Heizsystem so gebaut, dass es viele Monate ausgeschaltet bleibt. Denn die gesamte Wärme wird durch Sonnenstrom erzeugt.

Dazu wurden zwei Solarfelder installiert: Eine netzgekoppelte Anlage mit knapp 27 Kilowatt speist einen Batteriespeicher (Sonnen) mit 22 Kilowattstunden. Diese Anlage wurde gen Süden und nach Ost-West auf unterschiedlichen Dachflächen montiert. Eine zweite, netzautarke Anlage speist nicht ins Stromnetz ein, sondern dient ausschließlich solarem Wärmestrom. Mit 3,4 Kilowatt ist sie deutlich kleiner, aber es reicht – für Warmwasser und die Unterstützung der Heizung an klammen Tagen.

AC Elwa 2 für solare Überschüsse

2004 wurde im Altbau (90 Quadratmeter von 1997) eine Pelletheizung installiert. Sie braucht einen Pufferspeicher mit 750 Litern im Keller, um die Wärme möglichst gut zu speichern und die Pelletheizung zu entlasten.

Nun wurde der Pufferspeicher mit Heizstäben für Sonnenstrom ergänzt. Zunächst wurde ein AC Elwa 2 von My-PV installiert. Dieser stufenlos geregelte Heizstab bekommt vom Batteriespeicher Strom, wenn solare Überschüsse verfügbar sind.

Solthor setzt DC-Ströme direkt in Wärme um

AC Elwa 2 moduliert die Heizleistung stufenlos und passt sie an den Überschuss vom Solardach an. Somit wird der Pufferspeicher Stück für Stück erwärmt. Über innen liegende Glattrohrwärmetauscher wird auf diesem Weg auch warmes Trinkwasser bereitet. Im Juni 2024 brachte My-PV den Solthor auf den Markt.

Der DC-Power-Manager gibt den Solarstrom direkt, also ohne Umweg über den Wechselrichter, an den Heizstab weiter – stufenlos geregelt. Seit Frühjahr 2025 ist er im Markt erhältlich.

Jedes Watt, das aus den Solarmodulen kommt, schickt der Solthor in den Einschraubheizkörper, der drei Kilowatt leistet. Wenn die Bereitstellungstemperatur im Pufferspeicher erreicht ist, schaltet Solthor ab. Wichtig ist die genaue Auslegung der zweiten Solaranlage, die den Wärmestrom erzeugt.

Von Mitte März bis Ende Oktober steht die Pelletheizung still – das Warmwasser wird nur über die Kraft der Sonne gesichert. Sofern der Ertrag aus der Sonne nicht mehr für die Wärmebereitung reicht, springt die Pelletheizung an. Dies ist jedoch aufgrund des großen Pufferspeichers erst ab Ende Oktober nötig.

Endmontage der smarten Heizstäbe bei My-PV in Österreich.

Foto: Velka Boticka

Endmontage der smarten Heizstäbe bei My-PV in Österreich.

IBC Solar/Triple Solar

Partnerschaft für PVT-Lösung

Photovoltaik trifft Wärmepumpe: IBC Solar und der niederländische PVT-Anbieter Triple Solar starten eine strategische Partnerschaft, um PVT-Systeme im deutschen Markt voranzubringen. Der fränkische Fachgroßhändler erweitert damit sein Portfolio, um den wachsenden Bedarf an integrierten Energiesystemen zu bedienen.

Das PVT-System von Triple Solar besteht aus speziellen Hybridmodulen, die Solarstrom und solare Wärme zugleich erzeugen – über das gesamte Jahr hinweg, rund um die Uhr, auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius. In Kombination mit darauf abgestimmten Wärmepumpen entsteht ein sauberes und nachhaltiges Versorgungssystem für Strom, Heizwärme und Warmwasser. Eine Außeneinheit ist nicht erforderlich.

Das System arbeitet vollkommen geräuschlos. Es eignet sich für städtische oder dicht bebaute Wohngebiete und bietet eine Alternative zu Luft-Wasser-Wärmepumpen. „Wir sind überzeugt von der PVT-Technologie und von Triple Solar als erfahrenem Partner“, kommentiert Dr. Dirk Haft, Vorstandsvorsitzender von IBC Solar.

Triple Solar bringt über 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von PVT-Systemen mit. Die Herstellung erfolgt in den Niederlanden.

Bis heute wurden mehr als 7.000 Wohneinheiten mit der innovativen Strom- und Heizlösung ausgestattet. „Die Partnerschaft mit IBC Solar ist für uns ein entscheidender Meilenstein, um die Wärmewende in Deutschland aktiv mitzugestalten“, erklärt Cees Mager, CEO und Gründer von Triple Solar. „Nach umfangreichen Erfahrungen in unserem Nachbarland ist dies der nächste Schritt. Mit IBC Solar gewinnen wir ­einen Partner mit exzellenter Logistik, etabliertem Vertrieb und einem starken Netzwerk im Handwerk.“

Das PVT-System ist ab sofort über IBC Solar für zertifizierte Partner von Triple Solar erhältlich. So profitieren Installationsbetriebe vom etablierten Bestell- und Lieferprozess über IBC Solar sowie von detaillierten Schulungen und Service von Triple Solar.

Rammp GmbH

IQ-PV Therme zur effizienten Versorgung mit Heizwärme

Die Firma Rammp aus Gmunden am Traunsee in Oberösterreich hat ein System entwickelt, das Sonnenstrom zur Wärmeversorgung von Gebäuden nutzt. Die IQ-PV Therme bereitet heißes Wasser mit 75 Grad Celsius in kleinen Mengen auf. Das heiße Wasser wird oben in den Pufferspeicher geleitet und kann unmittelbar genutzt und effektiv gespeichert werden. So erreichen Sie sofort nutzbare Temperaturen und sparen Energie.

Mit der Temperatur von 75 Grad Celsius lässt sich die Mehrzahl der Bestandsbauten versorgen, ohne die Vorläufe, Rückläufe und Heizkörper tauschen zu müssen. Das spart Kosten in der Modernisierung. Ein üblicher Pufferspeicher wird einfach ins System integriert. So kann ein 1.250-Liter-Speicher bis zu 75 Kilowattstunden aufnehmen – für die abendliche, nächtliche und morgendliche Beheizung des Hauses.

Die IQ-PV Therme lässt sich unkompliziert in bestehende Heizsysteme integrieren und ist die ideale Ergänzung zur Photovoltaikanlage. Das System ist in drei Varianten erhältlich, mit 2,5, drei und sechs Kilowatt Heizleistung, für einphasigen oder dreiphasigen Stromanschluss. Der Anschluss der E-Heizstäbe erfolgt mit zwei Zoll (50 Millimeter), die Verrohrung für Vorlauf und Rücklauf mit einem Zoll. Die Temperatur des Heizwassers lässt sich zwischen 60 und 85 Grad Celsius einstellen.

Fothermo System

Solarheizstab nutzt Sonnenstrom direkt für Warmwasser

Im Dezember 2025 hat das Unternehmen aus Neu-Ulm einen innovativen Solarheizstab auf den Markt gebracht, der 1.000 Watt leistet und speziell für den Massenmarkt entwickelt wurde. Damit lässt sich Warmwasser sehr einfach und kostengünstig erzeugen. Mit seiner Hilfe bleibt die fossile Warmwasserbereitung oder die Wärmepumpe vom Frühjahr bis zum späten Herbst ausgeschaltet.

Der Heizstab eignet sich besonders für Warmwasserspeicher mit bis zu 500 Litern. Pfiffig: Der Heizstab arbeitet mit niedriger Spannung bis 50 Volt (DC). Die Solarmodule werden direkt an den Heizstab angesteckt. Wechselrichter oder Akku werden nicht benötigt. Eine kleinere Version des Heizstabs leistet 550 Watt.

Oekoswiss/Oekoboiler

Boiler für Warmwasser und IR-Heizungen aus der Schweiz

In Hildisrieden hat die Firma Oekoboiler ihren Sitz. Sie entwickelt und baut effiziente Warmwassersysteme, die Sonnenstrom oder das Stromnetz als Energiequelle nutzen. Auch das Team für die Wartung ist dort ansässig.

In Deutschland werden die Systeme über Elio geplant und installiert, in der Schweiz verkauft Oekoboiler direkt an die Kunden. Die Firma hat derzeit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie verfügt über eigene Prüfstände, um die Lamellenwärmetauscher zu testen.

Die Stromversorgung der E-Heiztechnik wird über Modbus angesteuert. Neuerdings können auch Heizstäbe von Askoma und My-PV eingebaut werden, über Anschluss mit 1,5 Zoll. Die Baugröße der Oekoboiler erstreckt sich von 150 bis 450 Liter, zudem gibt es kleinere Speicher mit 80 und 100 Litern. Die Wasserspeicher sind doppelwandige Edelstahltanks mit 50 Millimeter PU-Isolierung zwischen den Schalen.

Die Energie wird über Heizstäbe oder eine Abluft-Wärmepumpe von Panasonic erzeugt. Für die direkte Ansteuerung durch den Wechselrichter oder das Energiemanagementsystem sind entsprechende Schnittstellen verfügbar. Insgesamt 18 Systemvarianten sind möglich.

Die Schwesterfirma Oekoswiss produziert hochwertige Infrarotheizungen. Die Platten bestehen aus pulverbeschichtetem Blech. Sie heizen sich bis 85 Grad Celsius auf und halten die Temperatur mit minimalem Strombedarf.

Die Heizleistung liegt zwischen 290 und 890 Watt. Oekoswiss gibt zehn Jahre Garantie, plus optional weitere fünf Jahre.

Die Rückseite der IR-Platten bleibt kühl (maximal 36 Grad Celsius). Das verhindert rückseitigen Wärmestau und erlaubt den Einbau in sensiblen Arealen mit besondere Anforderungen an den Brandschutz.

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