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Energiemanager

„Komplexe Systeme kann man durchaus einfach steuern“

Die Verwaltung der Solarsysteme und Speicherbatterien wird immer komplizierter. Wirklich? Oder geht es auch einfach?

Kathrin Rust: Viele Hersteller von Wechselrichtern bieten das Energiemanagementsystem mit an, meistens ins Gerät integriert. Doch dieses System steuert zunächst einmal den Wechselrichter. Wenn man Glück hat, sind noch so zwei, drei andere Geräte steuerbar. Aber die Welt da draußen ist viel, viel komplexer.

Wie meinen Sie das?

Wenn man sich die Haushalte anschaut, dann haben sie meist sehr viele Geräte, die integriert werden müssen. Manchmal gibt es einen alten Wechselrichter. Jetzt kommt ein zweiter hinzu, zum Beispiel um die Batterie einzubinden. Dieser Batteriewechselrichter stammt vielleicht von einer anderen Marke. Also müsste ich eigentlich zwei Energiemanagementsysteme nutzen. Diese beiden können aber nicht miteinander kommunizieren.

Das wird schnell unübersichtlich, da drohen Kompatibilitätsprobleme. Welchen Weg gehen Sie mit dem Solar Manager?

Mit unserem Solar Manager sind mehr als 500 Geräte kompatibel. Das ist, glaube ich, etwas, was wir einfach besser können als andere. Wir können auch die Wechselrichter von verschiedenen Herstellern einbinden und optimieren. Das macht es einfach für den Installateur, aber auch für die Kunden. Sie haben volle Freiheit, volle Flexibilität in der Auswahl der Anbieter, deren Geräte installiert werden sollen und können.

Können Sie das auch mit Speicherbatterien?

Ja, das geht, das ist bei uns implementiert.

Haben Sie schon dynamische Stromtarife im Funktionsumfang? Das Thema kommt jetzt, das wird wichtig für die Installateure und ihre Kunden.

Natürlich, das haben wir jetzt gerade ganz neu auf den Markt gebracht. Wir gehen wie immer einen Schritt weiter. Das heißt, man kann bei uns einstellen, dass ich zum Beispiel zu einer gewissen Grenze Strom aus dem Netz beziehe. Zum Beispiel: Wenn der Preis unter fünf Cent fällt, will ich meinen Stromspeicher laden. Das nennt man tarifoptimiertes Laden.

Das wäre ja nur eine spannende Funktion …

Genau. Neben den dynamischen Tarifen haben wir auch das Solarspitzengesetz. Neue Anlagen werden in Zukunft theoretisch über die Mittagszeit abgeregelt, wegen der negativen Strompreise. Dann ist es natürlich spannend, die Batterie bewusst nicht morgens laden zu lassen, sondern zur Mittagszeit. Wenn meine Einspeisebegrenzung am Morgen nicht greift, dann lasse ich die Batterie nicht laden. Mittags würde die Begrenzung greifen. Dann starten wir die Batterie oder legen andere Verbraucher auf Solarstrom, am Abend wieder nicht. Das ist ein Teil unserer aktiven Batteriesteuerung, die ganz wichtig ist zu den Sonnenzeiten.

Und wenn die Sonne nicht scheint?

Dann ist der dynamische Tarif eingestellt. Ich kann eine gewisse Preisgrenze einstellen, wann ich die Batterie aus dem Netz laden möchte.

Wie komplex dürfen die Energiesysteme werden, durch E-Wärme, E-Ladesäulen oder Kühlgeräte? Decken Sie die gesamte Sektorkopplung ab?

Dem Solar Manager sind keine Grenzen gesetzt. Wir haben Kunden, die haben unzählige Geräte ins System eingebunden: Wärmepumpe, Ladebox, Batterien, Heizstäbe, intelligente Steckdosen. Ich kann theoretisch auch eine Poolpumpe oder eine Teichpumpe über den Solar Manager laufen lassen. Am besten dann, wenn die Sonne scheint. Die meisten Pumpen müssen nur einmal am Tag laufen. Warum nicht dann, wenn der Strom gerade günstig ist?

Sie sind ein Schweizer Unternehmen. Man sagt: Die Schweizer sind präzise wie ein Uhrwerk. Spielen Präzision und Sicherheit bei Ihnen eine Rolle? Cybersecurity wird ja immer wichtiger.

Wichtig ist, dass der Solar Manager ein hardwareverbundenes Energiemanagementsystem ist. Das bedeutet, dass wir lokal beim Kunden vor Ort sind. Der Kunde erhält ein Gerät, das bei ihm eingebaut wird. Dort finden alle Kommunikationen statt. Die Daten bleiben im Heimnetzwerk des Kunden, gehen in dem Sinne nicht raus. Wir speichern erst später in der Cloud, die in Frankfurt sitzt. Unser Server ist zertifiziert und konform mit den EU-Vorgaben zum Datenschutz.

Wie implementieren Sie das? Welche Daten bleiben vor Ort? Welche Daten sind über Fernwartung zu erreichen?

Wir legen ganz hohen Wert darauf, dass das System sowohl in der Cloud als auch in der Hardware doppelt abgesichert ist. Sollte das Netzwerk ausfallen, hat der Kunde trotzdem seine Daten lokal gespeichert und kann darauf zugreifen. Der Solar Manager kann weitersteuern, verfügt weiter über die lokalen Daten. Das macht dieses System besonders sicher, weil wir zweigleisig fahren können.

Die Hardware ist sehr kompakt, das Gerät passt problemlos in die Hand.

Ja, genau. Mehr brauchen wir nicht. Software wiegt auch nicht viel, sagen wir immer. So leicht ist das.

Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.

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Foto: Vorsatz Media

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