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Watt d‘Or: Solarfassade mit weißen Modulen preisgekrönt

Die neuen Mehrfamilienhäuser im schweizerischen Männedorf bestechen den Betrachter mit einer eindrucksvollen Architektur. Denn sie stechen heraus aus der Architektur der Nachbarschaft. Doch die eigentliche Innovation steckt im Detail, gut verborgen vor dem Betrachter. Denn die Gebäude sind komplett in Solarmodule eingehüllt. Den größten Teil der opaken Fassadenbereiche sind mit Modulen eingekleidet, die ihrerseits mit rotbraun eingefärbten Solargläsern versehen sind.

Weiße Module sorgen für Auflockerung

Um der Fassade die optische Schwere zu nehmen, hat der Architekt René Schmidt, der auch schon ein autarkes, solar versorgtes Mehrfamilienhaus in Brütten konzipiert hat, mit weißen Solarmodulen ausgeführt. Diese Auflockerung ist nur aufgrund einer speziellen Technologie möglich, die von den Ingenieuren des CSEM in Neuchâtel entworfen und und von Solaxess zur Marktreife weiterentwickelt wurde. Das Unternehmen mit Sitz in Marin-Epagnier stellt die nanotechnologische Folie aus verschiedenen Komponenten her. Ein Polymerharz sorgt dabei für die Stabilität der Folie.

Kosten gesenkt

Diese wird zwischen Solarzellen und Frontglas gelegt und so mit in das Modul einlaminiert. Die Folie sorgt dafür, dass ausschließlich der Teil des sichtbaren Lichts von der Oberfläche des Moduls reflektiert wird, der für die Farbgebung entscheidend ist. Der Rest des auftreffenden Lichtspektrums kann von den darunter liegenden Solarzellen für die Stromproduktion genutzt werden. Dadurch werden einerseits weiße Module möglich, die Strom erzeugen und andererseits die Verluste durch die Farbgebung verringert. Inzwischen hat Solaxess auch weitere Farben im Portfolio. Dadurch kann Solaxess die Produktion der Folien skalieren, was zusammen mit der Weiterentwicklung im vergangenen Jahr dafür sorgt, dass die Preise der Folie um zwei Drittel gesunken sind.

Solartechnologie verschwindet aus der Wahrnehmung

Die Folie kann mit sämtlichen Solartechnologien kombiniert werden. René Schmid hat sich für monokristalline Solarzellen entschieden. Diese bleiben aber aufgrund der Folie für den Betrachter komplett unsichtbar. Auch die Farbgebung der restlichen rotbraunen Module lässt die Solarzellen unter dem Frontglas verschwinden.

Innovatives Gebäudekonzept mit Energieflatrate

Doch nicht nur die solare Gebäudehülle ist eine Innovation. Auch das Energiekonzept ist eine genaue Betrachtung wert. Das ist so ausgelegt, dass die Mieter sogar ein jährliches Energiebudget frei zur Verfügung bekommen. Wie dieses aussieht, erfahren Sie in einer detaillierten Projektbeschreibung, die Sie in der Projektdatenbank von Solar Age sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch finden. Dort ist auch ein Dossier über das Projekt von René Schmid in Brütten eingestellt. Die Dossiers können Sie nach kostenloser Registrierung als Club Member von Solar Age nutzen. (su)

Zum Weiterlesen:

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