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Solarpower auf der Haube

In gefährlichen Situationen konnte sich Michael Knight auf sein Auto verlassen. Über seine Armbanduhr rief er K.I.T.T. herbei – das steht für Knight Industries Two Thousand. Und das Auto konnte ihm sogar antworten. In den 80er-Jahren war das cool und sehr futuristisch – die Serie mit David Hasselhoff war Kult. An Solarenergie war dabei jedoch noch nicht zu denken. Das war selbst für Futuristen noch zu fern. K.I.T.T. war natürlich ein Verbrenner, genauer: ein Pontiac Firebird Trans Am.

In Dubai und Barcelona entwickelt

Nissan ist da einen Schritt weiter: Das neue Konzeptfahrzeug Ariya ist nicht nur elektrisch, sondern verfügt auch über integrierte Solarmodule auf der Motorhaube, dem Fahrzeugdach und an der Heckklappe. Photovoltaik bedeckt eine Gesamtfläche von 3,8 Quadratmetern. Der solarbetriebene Flitzer wurde von Ingenieuren in Dubai und der Sparte Powertrain Planning gemeinsam in Barcelona entwickelt.

Auch einen Praxistest gab es schon: So lieferten die Solarpaneele unter idealen Bedingungen eine zusätzliche Reichweite von bis zu 23 Kilometern pro Tag. In Städten mit hoher Sonneneinstrahlung, wie beispielsweise Barcelona, generierte das System pro Tag durchschnittlich 17,6 Kilometer zusätzliche Reichweite durch Solarenergie. In Dubai waren es pro Tag im Schnitt sogar 21,2 Kilometer. In London aber immerhin noch 10,2 Kilometer – also gar nicht so schlecht.

Deutlich weniger Ladezyklen

Je nach Fahrstil ließen sich die Ladezyklen um 35 bis 65 Prozent reduzieren – der Typ Michael Knight wurde hier von Nissan nicht berücksichtigt. Bei einer zweistündigen Fahrt über 80 Kilometer werden demnach 0,5 Kilowattstunden Strom erzeugt, was die Reichweite ohne Emissionen um drei Kilometer erhöht. Das ursprüngliche Modell gibt es in verschiedenen Varianten mit unter anderem 63 oder 87 Kilowattstunden Batteriekapazität.

Das Solarauto wurde in Partnerschaft mit dem niederländischen Start-up Lightyear geplant. Auch eine Langstreckenfahrt über 1.550 Kilometer von den Niederlanden bis nach Barcelona hat die Solartechnologie bereits erfolgreich absolviert. Und das mit weniger Ladestopps.

Das Potenzial ist hoch: Die Solarhaut kann die Ladevorgänge für Pendler mit einer jährlichen Fahrleistung von 6.000 Kilometern im Idealfall von 23 auf acht reduzieren. Shunsuke Shigemoto, Manager bei Nissan Amieo, betont: „Kunden erhalten so mehr Freiheiten und weniger Abhängigkeit von Ladestationen.“ Autofan Michael Knight würde heute sicher einen Ariya mit Solar auf der Haube bevorzugen.

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