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Dena: vernetzten Verbrauch in Quartieren stärken

Die Bundesregierung will den Austausch von Ökoenergie in Quartieren besonders fördern, steht im Koalitionsvertrag. Die Befreiung von Abgaben und Umlagen bei Quartieren sowie einen Förderzuschlag für selbige könnten einen ersten Schub für mehr Quartierskonzepte geben, sagt Nicole Pillen. Sie leitet den Bereich Urbane Energiewende bei der Deutschen Energie-Agentur, kurz dena. Quartiere helfen gleichzeitig lokale Potenziale auszuschöpfen.

Bei der Umsetzung hakt es aber noch  gewaltig: Es besteht ein komplexes, intransparentes und unattraktives Regelwerk, das nur wenige Anreize für die Umsetzung von Konzepten für klimaneutrale Quartiere setzt. Das kritisieren Juristen der Wirtschaftskanzlei BBH, die die Dena-Studie das Quartier II erstellt haben. Die Gesetze in ihrer jetzigen Form verhindern fast schon, dass sich solche Quartierskonzepte in der Breite entwickeln können, resümieren die Anwälte.

Vernetzte Wärmeversorgung stärken

Das derzeit brachliegende Potenzial ist enorm: In Gebieten, in denen eine vernetzte Wärmeversorgung technisch möglich ist, könnten so rund 57 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. „Die Klimaneutralität im Wärmesektor werden wir nicht ohne Quartierskonzepte erreichen“, sagt Co-Studienautor Tim Sternkopf gegenüber der SZ. Er arbeitet als Experte für die Quartiersversorgung bei der Dena. Ob sie 20 oder 60 Prozent der Projekte ausmachten, sei dabei fast nebensächlich.

Für viele Bestandsquartiere kommt für die Erreichung der Klimaneutralität eine vernetzte Wärmeversorgung infrage. Und weil die Wärmelieferverordnung die niedrigen Energiepreise der letzten Jahre als Vergleichskriterium heranzieht, sei für viele Projekte derzeit keine Umsetzung möglich, mahnt Sternkopf in dem Artikel.

Mehr Parkplatzüberdachung mit Solar

Zudem bieten auch Parkplatzflächen ein enormes Potenzial für 59 Gigawatt Sonnenstrom. Zum Vergleich: Das entspricht der gesamten in Deutschland bis 2021 installierten Solarleistung. Nimmt man alle Dächer zusammen, könnten Größenordnungen von 1.000 Gigawatt erreicht werden. „Von diesem Potenzial ließe sich bis zu 40 Prozent vor Ort zu nutzen“, rechnet Sternkopf vor. (nhp)

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