Die Nachfrage nach Anlagen auf Schrägdächern nimmt gerade wieder etwas Fahrt auf. Da kommen die neuen Anbieter von Montagesystemen mit ihren neuen Lösungen gerade recht. Doch auch die schon etablierten Anbieter haben ihre Systeme und Angebote für Installateure erweitert und auf der diesjährigen Intersolar gezeigt.
Die neuen Lösungen folgen weiterhin den bewährten Strategien: Die Systeme müssen möglichst einfach zu installieren sein und auf jedes Dach passen. Handwerker haben auf dem Dach keine Zeit, die Anlage hinzubasteln. Sie wollen schnell montieren. Die einfachere und schnellere Montage auf dem Schrägdach hat der nagelneue Anbieter MOS25 bei der Entwicklung seines neuen Systems M-Pitch Out2Click in den Blick genommen. Dies beginnt bereits beim Dachhaken. Er besteht aus einer Grundplatte mit verschieden angeordneten Bohrlöchern in unterschiedlichen Größen.
Haken auf der Grundplatte befestigen
Dadurch kann der Handwerker sie entweder mit einer 6-Millimeter- oder einer 8-Millimeter-Holzschraube am Dach befestigen. „Der Monteur kann die Grundplatte seitlich bündig am Sparren anlegen und mit zwei Holzschrauben befestigen. Durch die verschieden angeordneten Bohrlöcher ist er immer sicher, dass er die Randabstände der Holzschrauben einhalten kann“, erklärt Florian Huber, Leiter des Produktmanagements von MOS25.
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Auf den Grundplatten sind zwei parallele vertikale Fahnen angebracht. In diese sind mehrere Vertiefungen eingearbeitet, die sich auch an der Schenkelaufnahme wiederfinden, an der der eigentliche Schenkel befestigt ist. Der Handwerker hängt den Schenkel mit der Schenkelaufnahme von oben in die Grundplatte ein. Danach muss er nur noch eine lange Schraube mit einem Torx 30 festziehen, die sich unter die hintere Fahne schraubt.
Unebenheiten ausgleichen
Der Schenkel ist mit einer Stärke von sechs und acht Millimetern erhältlich, je nach Einsatzgebiet des Dachhakens. „Der Vorteil dieses Prinzips ist, dass der Dachhaken nicht von der Seite in die Grundplatte eingeschoben werden muss. Dadurch muss der Monteur weniger Ziegel herausnehmen, um die Dachhaken zu befestigen“, erklärt Florian Huber.
Durch die verschiedenen Vertiefungen an den Fahnen der Grundplatte hat der Handwerker die Möglichkeit, die Höhe des Dachhakens zu verstellen. So kann er eventuelle Unebenheiten auf dem Dach ausgleichen und die Schienen exakt parallel zur Dacheindeckung verlegen.
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Ein zentrales Thema ist die Erdung und der Potenzialausgleich. Studien zeigen, dass Erdungspins auf der Modulvorderseite das Risiko des Glasbruchs bergen könnten. Deshalb hat MOS25 die Erdung auf die Rückseite der Modulrahmen verlegt. Realisiert wird sie mittels eines Erdungsblechs, das im Inneren der Klemme entlanggeführt wird und auf den beiden Außenseiten parallel zum Modulrahmen abgewinkelt ist. In diesen abgewinkelten Flächen sind die Erdungspins als Ausstanzungen eingearbeitet. Diese kratzen die Oberfläche der Modulrahmen auf der Rückseite an, sodass sie nicht direkt auf das Frontglas des Paneels drücken können.
Klemme gleitet frei in der Schiene
Die rückseitige Erdung der Module ist auch eine wichtige Funktion beim System von Novafixx, dem zweiten Neuling auf der Intersolar. Das Unternehmen mit Sitz in Wiener Neustadt hat in die Nova Clamp die Pins für die Erdung von unten gleich in den Grundkörper integriert. Es ist kein Edelstahlplättchen notwendig. Mit diesem Grundkörper dreht der Handwerker die Klemme einfach in die Montageschiene, und wenn er die Klemme festzieht, nachdem er das Modul verlegt hat, graben sich die Erdungspins in die Rückseite des Modulrahmens und sorgen so für einen Potenzialausgleich.
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Ist die Klemme einmal in die Montageschienen eingedreht, kann sie nicht mehr herausfallen. „Uns war aber bei der Entwicklung wichtig, dass der Handwerker die Klemme noch in der Schiene verschieben kann“, erklärt Florian Achatz, Geschäftsführer von Novafixx. Tatsächlich gleitet die Klemme sehr leicht in der Schiene. Dadurch kann der Handwerker die Klemmen schon eindrehen, danach das Modul auflegen, die Klemmen bis an den Modulrahmen schieben und dann festziehen.
Zwei Haken im Portfolio
Doch auch für die Dachhaken seines Steildachsystems Novaroof hat sich Novafixx etwas Besonderes ausgedacht. „Wir haben zwei Haken im Portfolio: den Novahook Flex mit drehbarer Aufnahme und den Novahook Fix mit einer feststehenden, fixen Aufnahme“, sagt Florian Achatz. „Mit dem Novafix Flex kann der Handwerker die Schienen horizontal oder vertikal montieren“, beschreibt er den Unterschied zwischen den beiden Haken.
Den kompletten Bericht über die neuen Montagelösungen für Schrägdächer lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der photovoltaik. Abonnenten finden den Beitrag auch in der E-Paper-Ausgabe. Falls Sie noch kein Abo haben, können Sie hier reinschnuppern.