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Solardach für Volkshochschule auf Sylt

Die Realisierung erfolgte durch die Nordfriesland Bedachungs-GmbH. Zum Einsatz kamen 260 Solar-Trägerpfannen für Schiefer/Schindel der Firma Fleck. Sie wurden in eine die Doppeldeckung mit Faserzementplatten integriert – ohne Nachbearbeitung des Plattenumfelds.

Die Integration wurde durch maßgefertigte Aluminiumplatten optisch ansprechend umgesetzt. Das Ergebnis ist eine langlebige und fachgerechte Dachkonstruktion, die nachhaltige Energiegewinnung und Schutz vor der rauen Witterung an der Nordsee perfekt vereint.

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Jährlich rund 1.750 Sonnenstunden

Die Insel Sylt kommt jährlich im Schnitt auf 1.750 Sonnenstunden. Diese werden von Einwohnern und Touristen gleichermaßen für Strandtage, Wassersport oder Wanderungen genutzt. Auch Betreiber von Photovoltaikanlagen profitieren davon, dass Seeklima und Wind die Wolken oftmals vertreiben.

So steht der Produktion von Solarstrom nichts im Wege. Im Klappholttal, einer Dünenregion auf der Insel, wird die Akademie am Meer – eine der ältesten Heimvolkshochschulen Schleswig-Holsteins – durch eine Photovoltaikanlage versorgt. Die 142 Solarmodule erzeugen im Jahr rund 60.000 Kilowattstunden sauberen Strom.

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Viele Faktoren betrachtet

Für die Installation auf dem Dach waren mehrere Faktoren entscheidend – darunter die Auswahl der richtigen Trägerpfannen. So sollten Trägerpfannen grundsätzlich zur vorhandenen Eindeckung passen und sich exakt ins Raster der Faserzementplatten einfügen, um Undichtigkeiten zu vermeiden. Regenwasser muss zuverlässig abfließen und Durchdringungen fachgerecht abgedichtet werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf der gleichmäßigen, statisch ausgewogenen Lastverteilung der Kräfte von Wind oder Schnee, damit die Dachkonstruktion keinen Schaden nimmt. Hierzu erfolgte im Vorfeld eine statische Berechnung inklusive der optimalen Verlegeplanung.

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Ohne Schneiden, Flexen oder Hämmern

Die Solar-Trägerpfannen von Fleck erfordern keine mechanische Nachbearbeitung der Eindeckung. Schneiden, Flexen oder Hämmern sind nicht notwendig. Die Trägerpfannen werden komplett vormontiert ausgeliefert und sind mit lastabtragenden Metallkomponenten aus Edelstahl oder verzinktem Stahl versehen.

An der Rückseite befindet sich ein Z-Profil zur Sicherung gegen Windsog. Die Pfanne wird mit dem Z-Profil in die Zusatzlatte eingesteckt und an der Dachlattung verschraubt. Auf der Vorderseite befindet sich eine stabile und in der Neigung verstellbare Halterung aus korrosionsbeständigem VA-Stahl. Sie ist an der Oberseite mit mehreren Langlöchern ausgestattet und mit einer Vielzahl unterschiedlicher Montagesystemen kombinierbar.

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Maximale Freiheit auf dem Dach

Zusätzlich zur Dachlattung wird eine passende Stützlatte verbaut. Die Pfanne wird mit dem Z-Profil in die Stützlatte eingehängt und in der oberen Dachlatte mit zwei Schrauben fixiert. Im Anschluss kann die umliegende Dacheindeckung direkt wieder verlegt werden, ohne sie erneut anpassen zu müssen. Nachdem sie verlegt ist, werden die von vielen Herstellern angebotenen Montagesysteme auf den höhenverstellbaren Trägerstützen befestigt.

Im Anschluss werden die Solarmodule auf die Unterkonstruktion montiert und miteinander verbunden. Besonders vorteilhaft ist, dass die Positionierung der Solar-Trägerpfannen sparrenunabhängig erfolgt und sowohl die vertikale oder horizontale Ausrichtung der Montageschienen auf den Halterungen möglich ist.

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Robuste Doppeldeckung

Beim Objekt auf Sylt wurden 260 Pfannen verbaut. Damit die Solar-Trägerpfannen und die Doppeldeckung mit Faserzementplatten vor Ort passgenau zueinander fanden, wurden die Trägerpfannen von der Nordfriesland Bedachungs-GmbH durch selbstgefertigte Grundplatten aus Aluminium ergänzt.

Dies ermöglichte die saubere Anarbeitung und Integration in die 30x60er Doppeldeckung. Die doppelte Deckung sorgt für eine hohe Dichtigkeit gegen Regen, Schnee und Wind. Zudem zeichnet sich die robuste Konstruktion durch Langlebigkeit und traditionelle Optik aus. (HS)

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