Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Studie: Wetterextreme beeinflussen Kaufentscheidungen für Solaranlagen

Witterungsschutz ist für deutsche Hausbesitzer das entscheidende Kriterium bei der Investition in eine Photovoltaikanlage. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut Yougov im Auftrag des estnischen Herstellers Roofit Solar durchgeführt hat. Demnach nennen 53 Prozent der Befragten „Schäden durch Witterung“ wie Schneedruck, Sturm oder Hagel als zentrales Bedenken bei der Anschaffung einer Solaranlage. Technische Aspekte wie eine mögliche Ineffizienz des Systems (42 Prozent) oder die allgemeine Zuverlässigkeit der Installation (32 Prozent) spielen eine geringere Rolle.

Regionale Unterschiede bei der Risikowahrnehmung

Die Sensibilität für Witterungsrisiken ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Besonders in Norddeutschland – in den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen – liegt der Anteil der Hausbesitzer mit entsprechenden Bedenken bei 58 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

300 Tipps: Autark mit Sonnenstrom

Auch das Alter der Befragten beeinflusst die Risikowahrnehmung. In der Gruppe der 18- bis 39-Jährigen, die häufig erstmals in Wohneigentum investieren, gaben nur 13 Prozent an, keine Bedenken hinsichtlich der Robustheit von Solaranlagen zu haben. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei 23 Prozent. Für jüngere Hausbesitzer ist die Langlebigkeit und Wetterbeständigkeit der Anlagen ein zentrales Argument bei der Kaufentscheidung. 

Nachfrage nach integrierten Lösungen steigt

Andres Anijalg, Geschäftsführer von Roofit Solar, ordnet die Ergebnisse so ein: „Ereignisse wie Wintersturm ‚Elli‘ zeigen, dass die Bedenken der Hausbesitzer nicht theoretischer Natur sind.“ Er verweist auf die Auswirkungen des Klimawandels und die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen. „Wenn hohe Schneelasten auf Dächer drücken oder Böen an der Unterkonstruktion zerren, sind traditionelle Solaranlagen diesem ausgesetzt. Wir beobachten daher eine steigende Nachfrage nach integrierten Lösungen“, meint Anijalg. (nhp)

Bleiben Sie auf dem Laufenden, melden Sie sich für unseren Newsletter an

Tags