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Schweiz: Axpo plant zweite alpine Solaranlage in Graubünden

Der Schweizer Energiekonzern Axpo plant in der Gemeinde Ilanz/Glion den Bau von nunmehr zwei alpinen Solarprojekten. Die Anlagen entstehen auf der Alp da Schnaus und auf der Alp da Rueun. Beide verfügen gemeinsam über eine installierte Leistung von rund 45 Megawatt und sollen in der Region 66 Gigawattstunden Strom für mehr als 14.000 Haushalte liefern. Ein wichtiger Vorteil: Die alpinen Anlagen produzieren vor allem im Winter Strom. Das hilft, die Stromlücke zu schließen.

Alpinsolaranlage auf der Alp da Schnaus

„Wir erhöhen mit den Anlagen die Sicherheit der Energieversorgung in der Schweiz, schaffen lokale Wertschöpfung und bringen der Gemeinde langfristige Erträge für die Gemeindekasse“, sagt Marcus Beer, Gemeindepräsident. Axpo hat die Bevölkerung der Gemeinde bei einem Informationsevent über die beiden Projektvorhaben informiert. Die Bewohner werden in den nächsten Wochen über die Projekte abstimmen. Positive Abstimmungsergebnisse und Baubewilligung vorausgesetzt, würde Axpo mit dem Bau der Anlagen im Frühling 2025 starten und mit einer teilweisen Inbetriebnahme wäre Ende 2025 zu rechnen.

Die geplante Solaranlage auf der Alp da Schnaus mit dem Projektnamen Ovra Solara Camplauns soll eine installierte Leistung von 15 Megawatt aufweisen und eine Fläche von 200.000 Quadratmetern einnehmen. Die Anlage soll jährlich 22 Gigawattstunden Strom erzeugen, was dem rechnerischen Stromverbrauch von über 4.700 Haushalten entspricht. Laut Axpo soll die Anlage gut in die Umgebung integriert sein, da sie sowohl die Skipiste als auch Wander- und Bikerouten ungestört lässt. Das Land soll nach der Fertigstellung weiterhin als Weideland nutzbar bleiben.

Alpinsolaranlage auf der Alp da Rueun

Auf der Alp da Rueun soll die größere Freiflächenanlage entstehen: Ovra Solara Rueun mit 30 Megawatt Leistung wird auf 500.000 Quadratmetern Fläche entstehen. Die Anlage soll künftig rund 44 Gigawattstunden Ökostrom erzeugen, was dem rechnerischen Stromverbrauch von über 9.400 Haushalten entspricht. Auch bei dieser Anlage soll sichergestellt werden, dass die verschiedenen Nutzungen des Geländes miteinander harmonieren: Bestehende Wanderwege sowie Skitourenrouten werden berücksichtigt und die Alpbewirtschaftung soll demnach auch nach dem Bau der Solaranlage fortgeführt werden können. Die Anlage wird zudem zur Bündelung von Infrastruktur bis an die bestehende Hochspannungsleitung gebaut. (nhp)

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