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PVB Austria kritisiert Netzentgelte für Speicher

Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control hat einen Entwurf für die Neuordnung der Netzentgelte veröffentlicht, der in der Solar-, Windkraft- und Speicherbranche nicht gut ankommt. Diese stößt sich nicht nur an den Netzkosten für Speicher, sondern daran, dass die E-Control alle Stellungnahmen und Vorschläge aus den Branchen ignoriert hat. „Über 1.000 Seiten an Stellungnahmen, vielfach fachlich begründet und fundiert, wurden während der Begutachtung eingebracht und in unzähligen Einzelgesprächen erläutert“, kritisiert der Bundesverband PVB Austria. „Statt einem fachlich und transparenten gemeinsamen Abschluss des Prozesses, wurden nun offenbar in Verhandlungen hinter verschlossenen Türen letztlich einzelne Partikularinteressen bevorzugt. Diese intransparente Entwicklung ist eine denkbar schlechte Vorlage.“

Österreich braucht dringend Speicher

Denn Österreich braucht dringend einen offensiven Ausbau von Batteriespeichern, um die Energiewende weiter voranzubringen. Denn schon heute fehlen Österreich die notwendigen Flexibilitäten, die Speicher bieten könnten. Doch statt diese Offensive zu ermöglichen, drohe die finale Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung (SNE-G-V) genau das Gegenteil zu bewirken. Die Folge sind hohe Systemkosten, wenn der Ausbau von Speichern nicht rasch ermöglicht wird, warnen die Branchenvertreter von PVB Austria.

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Grundlegende Nachbesserung nötig

Denn dann wird Strom nicht günstiger. Vielmehr nehmen die Netzengpässe  weiter zu und der Bedarf an zusätzlichem Netzausbau steigt. Deshalb fordert der Verband, eine grundlegende Änderung des Entwurfs. Auch die von der E-Control in Aussicht gestellte Option, Fehler im Laufe des nächsten Jahres nachzubessern, ist keine Lösung. PVB Austria fordert, dass die Regierung dafür sorgen muss, die politischen Ziele sicherzustellen.

Weniger Subventionen, höhere Wirtschaftlichkeit

PV&B Austria begrüßt Speicheroffensive und fordert deren schnelle Umsetzung

Der heimische Strommarkt brauche schnell Entlastung durch Stromspeicher sowie Planungssicherheit und Kontinuität. Es gehe jetzt darum, die netzentlastenden Funktionen von Stromspeichern anzuerkennen. Das muss sich in den Netzgebühren niederschlagen. Diese netzentlastende Wirkung kann auch durch strenge, aber effektive Regularien eingefordert werden. Doch dieser entscheidende Sachbezug fehlt im aktuellen Entwurf. Damit haben die Betreiber von Stromspeichern keinen Anreiz, ihre Systeme entlastend zu betreiben. Diese fehlen dann im Stromsystem. (su)