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„Installateure brauchen Expertise für Systeme“

Wie hat sich der Markt im ersten Halbjahr 2026 entwickelt?

Julius Möhrstedt: Die Nachfrage ging deutlich nach oben, wir sehen eine gute Entwicklung. Das hat sich bereits vor Jahresende 2025 abgezeichnet und später im Februar und März dieses Jahres bestätigt.

Wie bewerten Sie die verschiedenen Marktsegmente?

Die Nachfrage nach privaten Anlagen ist sehr hoch. Dort hatten wir in den vergangenen Jahren Federn gelassen, jetzt haben wir ein stabiles Plateau erreicht, das ist erfreulich.

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Und im C&I-Segment?

Bei kommerziellen Anlagen ist der Markt volatil, hat sich noch nicht gefestigt. Aber wir sehen, dass die Nachrüstung mit Speichern und Ladesäulen ein wichtiger Treiber ist. Anlagen, die aus der Vergütung fallen, werden auf Eigenverbrauch umgestellt. Das bietet große Chancen für Installateure, die über entsprechende Erfahrungen und Expertise verfügen.

Wie läuft es bei Solarmodulen?

Der Trend geht weg von immer höheren Leistungsklassen hin zur Systemtechnik, also Solarmodule, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Speicher und die Sektorkopplung. Das sehen wir auch im C&I-Geschäft.

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Wie haben sich die Preise entwickelt?

Durch den Wegfall der Exportvergünstigungen in China sind die Preise angestiegen, vor allem für Module. Außerdem sind die Frachtkosten gestiegen, aufgrund der Krise im Mittleren Osten.

Heißt das, dass Ware wieder knapp werden könnte?

Vereinzelt könnte das der Fall sein, zum Beispiel bei einigen Speichertypen. Im Großen und Ganzen sehen wir das aber eher nicht. Bei der Verfügbarkeit der Komponenten und Systeme gibt es derzeit keine Schwierigkeiten. Andererseits ist der Markt verunsichert, wegen der Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Obwohl die Nachfrage nach Speicherbatterien sehr hoch ist, zögern die Installateure, Lagerbestände aufzubauen. Eine gewisse Zurückhaltung ist deutlich spürbar.

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Wie stellen sich die Batteriepreise dar?

Sie sind deutlich gefallen, dadurch wurden C&I-Speicher überhaupt für Installateure und ihre Kunden interessant. Im Moment spielen die Preise in diesem Segment kaum eine Rolle, denn sie sind stabil. Funktionalität und Verfügbarkeit sind wichtiger.

Erwarten Sie weiterhin stabile Batteriepreise?

Im kommenden Jahr sollen die Exportprivilegien für Speicher aus China abgeschafft werden, wie in diesem Jahr für Solarmodule. Und niemand kann vorhersagen, wie sich bis dahin die Frachtkosten entwickeln. Werden sie wieder sinken, oder steigen sie weiter an? Allerdings ist auch klar, dass der starke Zubau bei Speichern für C&I und Utility unmittelbar mit lukrativen Preisen zusammenhängt, vor allem in diesen beiden Segmenten des Marktes. (HS, gekürzt)

Dieses Interview erschien im Augustheft der photovoltaik. Wir haben es hier für Sie freigestellt, damit Sie es in voller Länge lesen können.

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