Die Evangelische Kirchengemeinde Aldenhoven betreibt seit 30 Jahren ein Mehrfamilienhaus mit 30 Sozialwohnungen. Nun wurde das Gebäude mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Batteriespeicher ausgestattet. Ziel ist es, die Mieter mit erneuerbarer Energie zu versorgen und die Energiekosten zu senken.
65 Prozent ihres Strombedarfs selbst decken
Die Solarstromanlage besteht aus 184 Modulen und liefert rund 80 Kilowatt. Ein Batteriespeicher mit 50 Kilowatt und 97 Kilowattstunden Kapazität ergänzt das System. Die Wärmepumpe hat eine elektrische Leistung von 48 Kilowatt und eine thermische Leistung von 100 Kilowatt.
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Ein Energiemanagementsystem vernetzt die Komponenten, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Nach Angaben von Green Planet Energy können die Haushalte voraussichtlich rund 65 Prozent ihres Strombedarfs selbst decken.
Wandel nach der Braunkohle muss sozial sein
Das Projekt wurde gemeinsam von der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis Jülich, dem Mitweltausschuss, Green Planet Energy sowie regionalen Partnern wie Die Solarstrommacher und Tournay Gebäudetechnik umgesetzt. Nils Müller, Co-Vorstand bei Green Planet Energy, betont: „Direkt an der Grenze des ehemaligen Braunkohlegebiets zeigen wir hier, wie Mieter von grüner Energie profitieren.“ Und Müller hebt hervor, dass das Projekt den Wandel nach der Braunkohle sozial, bezahlbar und erneuerbar gestaltet.
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Zu den rund 140 Mietern zählen vor allem kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende, die auf dem Wohnungsmarkt schwer bezahlbaren Wohnraum finden. Die Wohnungen sind zwischen 55 und 115 Quadratmeter groß. Das Modellprojekt in Aldenhoven könnte auch für andere Träger von Sozialwohnungen als Blaupause dienen. (nhp)
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