Es ist sogar zu vernehmen, dass der stagnierende Absatz von Solarmodulen vor allem gewissen Vorzieheffekten zu verdanken ist. Abnehmer in verschiedenen Regionen der Welt erwarten für das kommende Jahr - wenn nicht sogar ab viertem Quartal dieses Jahres - eine deutliche Verschlechterung der Bedingungen für Investoren.
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Also gibt es kaum Veränderungen bei den Modulpreisen. Vereinzelt fallen diese sogar wieder. Überproduktion muss abgebaut werden, das übt Druck auf die Preise aus, insbesondere für Projektmodule der Preisgruppe Mainstream.
Themenheft über Solarmodule erschienen
Bei Modulen für Solarparks und große Solardächer reden wir über Leistungen über 635 beziehungsweise 730 Watt, je nach Format. Produkte mit geringerer Effizienz (unter 23,3 Prozent) werden üblicherweise preiswerter angeboten als effizientere Produkte.
Viel weiter abwärts geht es laut Aussage der Hersteller in diesem Jahr aber nicht mehr. Ob sich die Prognose bewahrheitet, hängt zumindest in Deutschland davon ab, wie es nach der Sommerpause mit dem EEG 2027 und dem Netzpaket weitergeht.
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Höhere Zölle in USA und Indien
Neben den politischen Unsicherheiten in Deutschland – Europas stärkstem Markt – werden wichtige Veränderungen in den USA und Indien erwartet. Die US-Regierung hat Anfang August Mindestimportpreise sowie Zusatzzölle auf Polysilizium und weitere Photovoltaikprodukte aus China verhängt.
Sie sollen Anfang Dezember 2026 in Kraft treten. Die Ankündigung löste erhebliche Vorratskäufe aus, viel Material fließt derzeit nach Übersee ab. Eine ähnliche Verschärfung von Maßnahmen zum Schutze der heimischen Industrie ist aus Indien zu vernehmen. Das kann gleichfalls zum schnellen Anstieg der Importe aus China und zu partiellen Engpässen führen. (HS)
Der Autor: Martin Schachinger ist Elektroingenieur und seit über 20 Jahren in der Photovoltaik aktiv. 2004 gründete er die internationale Online-Handelsplattform PVXchange, über die Großhändler, Installateure und Servicefirmen neben Standardkomponenten für Neuinstallationen auch Solarmodule und Wechselrichter beziehen können, deren Produktion ausgelaufen ist.
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