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Scandlines nimmt eine der weltweit größten E-Fähren in Betrieb

Scandlines setzt seit dem 10. März seine neue Frachtfähre „The Baltic Whale" auf der Route Rødby–Puttgarden über den Fehmarnbelt ein. Das Schiff kann die 18,5 Kilometer lange Überfahrt im Regelbetrieb ausschließlich mit Batteriestrom zurücklegen. Es verfügt nach Unternehmensangaben über eines der weltweit größten Batteriesysteme an Bord einer Fähre.

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Die Überfahrt dauert rund 45 Minuten. Dank einer Ladeinfrastruktur in den Häfen beträgt die Ladezeit lediglich zwölf Minuten pro Überfahrt. Eine intelligente Ladestation verbindet sich in weniger als 15 Sekunden automatisch mit dem Schiff – unabhängig von Wasserständen und Bewegungen. Für den Fall, dass der Batteriebetrieb nicht ausreicht, ist das Schiff zusätzlich mit Dieselgeneratoren für den Hybridbetrieb ausgestattet.

Frachtkapazität steigt um 27 Prozent

Die „The Baltic Whale" wurde als reine Frachtfähre konzipiert. Sie bietet Platz für 66 Lkw auf zwei Decks und kann auch Gefahrgut transportieren – darunter Industrieprodukte, Batterien, Kosmetik und Autoteile. Durch die Verlagerung von Fracht auf die neue Fähre entstehen zusätzliche Kapazitäten für Pkw und Passagiere auf den übrigen Scandlines-Fähren. Insgesamt steigert Scandlines die Transportkapazität für Frachteinheiten auf der Route um 27 Prozent.

Octopus Energy und Ford ermöglichen bidirektionales Laden

„Bereits 2018 hatten wir die Idee zu einer batteriebetriebenen Fähre, und nun ist es so weit", sagt Michael Guldmann Petersen, Chief Operating Officer von Scandlines. Die Fähre zeichne sich auch durch geringere Geräuschemissionen über und unter Wasser aus, was die Meeresumwelt schone. Benannt ist das Schiff nach dem in der Ostsee lebenden Schweinswal.

Scandlines will bis 2040 ohne direkte Emissionen fahren

Die Inbetriebnahme ist Teil der langfristigen Strategie von Scandlines, den Fährbetrieb bis 2040 ohne direkte Emissionen zu betreiben. „Die neue Fähre ist ein wichtiger Baustein von Scandlines' Grüner Ambition, bis 2040 den Fährbetrieb ohne direkte Emissionen sicherzustellen. Gleichzeitig ist sie darauf ausgelegt, das zu liefern, was unsere Kunden jeden Tag von uns erwarten: Stabilität und Betriebssicherheit", sagt Petersen. (nhp)

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