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EEG 2027: ZVDH warnt vor Einbruch bei Solardächern

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) sieht Plöne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisch, die Einspeisevergütung für Anlagen unter 25 Kilowatt zu streichen. Aus Sicht des ZVDH muss die Umstellung für private Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Handwerksbetriebe kalkulierbar bleiben – etwa durch Übergangszahlungen von mindestens 60 Monaten. „Das Dach ist einer der wichtigsten Orte der Energiewende: Strom wird dort erzeugt, wo er gebraucht wird“, sagt Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. „Auf dem Dach kombinieren unsere Betriebe Klimaschutz, Sanierung und regionale Wertschöpfung.“

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Wer Solardächer ohne verlässliche Übergänge in ein neues Marktsystem führt, riskiere einen Investitionsknick. „Das Ende der regulären Förderung bei gleichzeitiger Direktvermarktungspflicht überfordert private Bauherren, solange flächendeckende und wirtschaftlich belastbare Vermarktungsangebote fehlen“, urteilt Marx. Der ZVDH fordert daher realistische Übergangsfristen, einfache Prozesse und einen verlässlichen Auffangmechanismus, wenn zumutbare Direktvermarktungsangebote fehlen.

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Speicherförderung notwendig

Die vorgesehene Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent kann für Speicher ein sinnvoller Anreiz sein. „Damit sie aber nicht zum Hemmnis wird, braucht es einen wirtschaftlichen Speicherhochlauf“, erläutert Marx. „Kostenbelastungen müssen abgebaut und Nachrüstspeicher gefördert werden. Zudem sollte die Regelung dynamisch ausgestaltet werden, sodass netzdienlich steuerbare Anlagen bei Bedarf mehr als 50 Prozent einspeisen können.“

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Diese Dringlichkeit zeigt eine aktuelle Einschätzung des Fraunhofer ISE: Trotz wachsender Speicherkapazitäten besteht weiterhin eine deutliche Speicherlücke, um Überschussstrom aus Zeiten hoher Erzeugung in verbrauchsstärkere Stunden zu verschieben und Preisspitzen im Strommarkt abzufedern.

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Mieterstrom vereinfachen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern: Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudestrom müssen einfacher werden, damit große Dachflächen genutzt werden. Erforderlich sind standardisierte Messkonzepte, digitale Abrechnung und reduzierte Lieferantenpflichten. „Das Ziel muss sein, Solarstrom im Mehrfamilienhaus so unkompliziert zu gestalten wie Eigenverbrauch im selbstgenutzten Wohngebäude“, fordert Ulrich Marx.

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Förderung von solaren Gründächern

Solare Gründächer leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung in Städten und dicht bebauten Räumen. Der ZVDH fordert, sie ausdrücklich in die Förderkulisse aufzunehmen und ihre Mehrfachleistung durch einen eigenen Bonus anzuerkennen. „Gründächer mit Solaranlagen verbinden Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung“, erklärt Marx. „Sie erzeugen Strom, verbessern das Mikroklima, speichern Regenwasser und entlasten die Kanalisation. Diese Mehrfachwirkung verdient eine gezielte Förderung im EEG – analog zu Agri- und Moor-PV.“ Ihre stärkere Berücksichtigung wäre ein wirksamer Impuls für eine klimaresiliente und flächenschonende Energiewende. (HS)

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