Die Kantone Uri und Obwalden haben ihre Förderprogramme für die Energiewende neu aufgelegt. So hat Obwalden Mitte Januar 2026 die im vergangenen Jahr begonnene spezielle Förderung für winteroptimierte Photovoltaikanlagen verlängert. Diese gilt für Anlagen, die mit einem Anstellwinkel zwischen 75 und 90 Grad montiert werden. In der Regel handelt es sich hier um Anlagen an Fassaden.
Mehr Unterstützung für Solarfassaden
Laut Förderprogramm bekommen die Betreiber dieser Anlage jetzt einen Bonus zur Einmalvergütung von pauschal 1.000 Franken pro Anlage. Zusätzlich gibt es 750 Franken pro Kilowatt installierter Leistung. Damit ist der Förderbetrag im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. Die Kantonsregierung begründet dies mit der geringen Nachfrage nach dieser Förderung im Jahr 2025. Die Gesamtförderung pro Projekt ist allerdings auf maximal 8.000 Franken gedeckelt, sodass den vollen Betrag nur Anlagen mit einer Leistung von gut 9,3 Kilowatt bekommen.
E-Autos am Tag laden
Zusätzlich wurde die im letzten Jahr eingeführte Förderung von Ladestationen für Elektroautos erweitert. Bisher galt diese nur für den Aufbau der Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern. Seit diesem Jahr können auch Gewerbebetriebe von dieser Förderung profitieren.
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Damit will der Regierungsrat in Sarnen einen Anreiz setzen, die Autos tagsüber aufzuladen, wenn die Photovoltaikanlagen am meisten Strom produzieren. „Diese Anpassung bringt doppelten Nutzen. Zum einen reduzieren wir die Hürden für den Umstieg auf ein Elektroauto und vermindern die Emissionen im Mobilitätssektor. Zum anderen fördern wir das netzdienliche Laden“, begründet Josef Hess, Vorsteher des Bau- und Raumentwicklungsdepartement in Sarnen, die Förderung. „Wenn die Autos am Arbeitsort geladen werden, während die Sonnenenergie verfügbar ist, ist das vorteilhaft für das Stromnetz.“
Fördertopf wieder aufgefüllt
Insgesamt stehen in Obwalden in diesem Jahr 2,46 Millionen Franken für die Förderung der winteroptimierten Solaranlagen und der Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Damit stabilisiert Sarnen die Fördersumme auf dem Niveau des Vorjahres. Die Fördermittel stammen aus kantonalen Geldern. Es fließen aber auch Bundesmittel in den Fördertopf, die wiederum aus der CO2-Abgabe stammen. Die Details zu den verschiedenen Förderprogrammen im Haustechnikbereich finden Sie auf der Webseite des Kantons. Dort gibt es auch einen Link zur Anmeldung zur Förderung. (su)