Um den Netzbetrieb zu optimieren, hat Swissgrid zusammen mit Meteomatics eine skalierbare und kosteneffiziente Grundlage für die Nutzung von Wetterdaten geschaffen. Dies werde notwendig, da der Anteil der erneuerbaren Energien in der Schweiz steige. Dadurch hänge die Netzstabilität immer mehr von präzisen Wetterdaten ab. Mit der neuen zentralen Wetterdatenbank will der Schweizer Netzbetreiber die operativen Entscheidungen beschleunigen. So werden durch die Nutzung von hochauflösenden Solarprognosen erhebliche Kosteneinsparungen und eine höhere Stabilität des Netzes erreicht.
Netz intelligenter steuern
Bisher war der Zugang zu Wetterdaten und deren Verarbeitung aufwendig. Zudem waren die einzelnen Daten isoliert und mussten erst aufwendig zusammengebracht werden. Eine Skalierung war kaum möglich. Mit der gemeinsamen Plattform mit Meteomatics kann Swissgrid die Nutzung von Wetterdaten jetzt skalieren und schneller für die proaktive Steuerung des Netzes einsetzen. Denn die Teams im gesamten Unternehmen können Wetter- und Klimadaten einfach abrufen und für neue Anwendungsfälle nutzen.
Zugriff auf Wetterdaten vereinfacht
Dazu hat Meteomatics den Zugriff auf die Wetterdaten und deren Nutzung durch Swissgrid grundlegend verändert. Die bisherigen projektspezifischen Einzellösungen – jede mit eigenem Beschaffungsprozess, individueller Integration und langen Umsetzungszeiten – wurden durch eine zentrale, entwicklerfreundliche Plattform abgelöst. Diese werden jetzt einfach über verschiedene Schnittstellen direkt an den Netzbetreiber geliefert.
Daten zeitlich und räumlich hochaufgelöst
So kommen kontinuierlich aktualisierte Prognosen, wie viel Strom die mehr als 325.000 Schweizer Solaranlagen produzieren, bei Swissgrid an. Das System generiert stündlich neue Prognosen, die anhand realer Messdaten validiert werden. Wichtig ist dabei die besonders hohe räumliche Auflösung von 90 Metern, die angesichts der komplexen Topographie in der Schweiz nicht einfach zu realisieren ist.
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Mit diesen Daten kann Swissgrid sein Solarprognosesystem füttern und den Netzbetrieb entsprechend steuern. Das Ergebnis ist ein deutlich schärferes Bild der Photovoltaikproduktion – zeitlich wie regional – und ermöglicht es Netzbetreibern, die Lastflussplanung zu verbessern und den Einsatz von Regelenergie effizienter zu optimieren, wie die Projektpartner mitteilen. (su)