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Analyse zeigt: Immobilienkäufer nehmen die Energiebilanz in den Blick

Die derzeitigen Entwicklungen an den Energiemärkten machen sich längst auch bei der Nachfrage nach Immobilien bemerkbar. Das zeigt eine Online-Umfrage, die das Maklerhaus Von Poll Immobilien unter 236 selbstständigen Immobilienexperten des Unternehmens durchgeführt hat. Dabei wurde gefragt, welche Themen in den Kundengesprächen eine wesentliche Rolle spielen.

Interessenten wollen geringe Energiekosten

Das Ergebnis ist eindeutig. „Kaufinteressenten betrachten Immobilien heute wesentlich ganzheitlicher als noch vor einigen Jahren“, fasst Daniel Ritter, Geschäftsführer der Von Poll Immobilien, die Ergebnisse zusammen. So schauen die Kaufinteressenten nicht mehr nur auf die klassischen Faktoren wie Lage, Größe, Ausstattung und Kaufpreis. Auch die laufenden Energiekosten, die energetische Qualität einer Immobilie und mögliche zukünftige Modernisierungsinvestitionen rücken immer stärker in den Mittelpunkt. „Käufer informieren sich heute intensiver, vergleichen bewusster und hinterfragen genauer, welche Kosten mittel- und langfristig auf sie zukommen könnten“, weiß Daniel Ritter. „Transparenz und eine nachvollziehbare Einordnung des energetischen Zustands gewinnen dadurch spürbar an Bedeutung – sowohl für Kaufinteressenten als auch für Eigentümer.“

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Immobilie muss wirtschaftlich sein

Konkret geben 46,4 Prozent der befragten Immobilienexperten an, dass Energiepreise und Inflation in den Verkaufsgesprächen immer wichtiger werden. Bei weiteren 35,9 Prozent spielen diese beiden Themen eine mittlere Rolle. „Die Ergebnisse zeigen damit deutlich, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen längst ein fester Bestandteil der Immobilienberatung geworden sind“, sagt Daniel Ritter. „Das sehen wir auch in der täglichen Praxis: Käufer vergleichen heute deutlich intensiver und hinterfragen stärker als noch vor einigen Jahren, welche laufenden Kosten mittel- und langfristig auf sie zukommen.“

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Vor allem Themen wie Heiz-, Energie- und Stromkosten, der energetische Zustand und potenzielle Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen fließen spürbar mehr in die Entscheidungsfindung ein, merken die Immobilienexperten. „Für Eigentümer und Makler bedeutet das zugleich, dass Transparenz und eine nachvollziehbare Einordnung der energetischen Qualität der Immobilie immer wichtiger werden“, weiß Ritter.

69 Prozent suchen nach energieeffizienten Gebäuden

Dabei sind energetische Themen offenbar wichtiger als die Inflation. Denn in fast 69 Prozent der Fälle steht die Energieeffizienz als Thema auf der Agenda in den Verkaufsgesprächen. Weitere 25,8 Prozent beobachten immerhin noch einen mittleren Einfluss auf die Kaufentscheidung der Immobilieninteressenten.

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So könne die Energieeffizienz eines Gebäudes ein ausschlaggebender Faktor bei der Kaufentscheidung sein. „Für Eigentümer bedeutet das zugleich, dass eine realistische Kaufpreisfindung sowie die transparente Darstellung energetischer Merkmale und möglicher Entwicklungspotenziale immer wichtiger werden“, sagt Ritter. „Gleichzeitig zeigt sich, dass Immobilien mit nachvollziehbar dokumentiertem energetischem Zustand bei Kaufinteressenten häufig auf größeres Interesse stoßen und sich besser einordnen lassen“, betont der Immobilienexperte. (su)