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Agri-PV-Anlage Bodensdorf: positive Bilanz nach dem ersten Betriebsjahr

Die Agri-PV bewährt sich erst dann, wenn die ersten konkreten Ergebnisse nach dem Bau der Anlagen vorliegen. Meist sind sie positiv, was zeigt, dass das Konzept hervorragend funktioniert – sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Energieproduktion. So auch im österreichischen Bodensdorf. In der Gemeinde in Niederösterreich auf halber Strecke zwischen Wien und Linz hat der Projektierer RWA Raiffeisen Ware Austria gemeinsam mit Wurzers Genuss- und Erlebnishof eine solare Überdachung einer 20 Hektar großen Beerenanpflanzung überdacht.

Die beiden Projektpartner ziehen nach dem ersten Betriebsjahr der Anlage eine positive Bilanz. So haben die 4.760 installierten, semitransparenten Module, mit denen die Anlage ausgestattet ist, im ersten Jahr bereits 1,85 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom geliefert. Dies liegt zwar unter den prognostizierten 1,98 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Doch sind solche Schwankungen möglich. Schließlich lag die Sonneneinstrahlung unter anderem im Frühjahr dieses Jahres in der Region niedriger als gewöhnlich.

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Hervorragende Fruchtqualität

Doch die Anlage schützt auch gleichzeitig die Beerenkulturen vor Witterungseinflüssen. Hier vermeldet Landwirt Dominik Wurzer vollen Erfolg. „Nach dem ersten Jahr mit unserer Agri-PV-Anlage können wir ein durchwegs positives Fazit ziehen. Unsere Beeren sind sehr gut vor Unwettern und intensiver Sonneneinstrahlung geschützt, was sich in einer hervorragenden Fruchtqualität widerspiegelt“, berichtet er. „Besonders schön ist das positive Feedback unserer Kunden, die uns immer wieder erzählen, wie angenehm das Pflücken unter dem Solardach auch an heißen Sommertagen ist.“

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Strom wird vor Ort genutzt

Denn hat sich die Agri-PV-Anlage zu einer Plattform für den Austausch rund um das Thema Doppelnutzung von landwirtschaftlichen Flächen entwickelt, wie Markus Wurzer, ebenfalls Landwirt und Bruder von Dominik, erklärt. „Zahlreiche interessierte Gruppen und Experten haben unsere Anlage bereits besucht und wir durften bei mehreren Fachveranstaltungen über unsere Erfahrungen sprechen“, sagt er. „Nach diesem ersten Jahr sind wir mehr denn je überzeugt, dass Agri-PV ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Landwirtschaft ist.“

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Dazu kommt noch, dass der Strom zum größten Teil vor Ort genutzt wird. Denn einen Teil des Sonnenstroms nutzen die Mitglieder der Energiegemeinschaft Strombeeren. Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen profitieren dadurch von regional erzeugter Energie, während die Wertschöpfung im Mostviertel bleibt und die regionale Energieversorgung gestärkt wird.

Zukunftsweisendes Modell für die Landwirtschaft

Die positiven Erfahrungen des ersten Betriebsjahres bestätigen den eingeschlagenen Weg, teilen die Projektpartner mit. Die Agri-PV-Anlage in Bodensdorf sei ein gutes Beispiel dafür, wie regionale Lebensmittelproduktion, Klimaanpassung und erneuerbare Energieerzeugung erfolgreich miteinander verbunden werden können – und gelte damit als zukunftsweisendes Modell für eine nachhaltige Landwirtschaft. „Die Agri-PV-Anlage zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Verbindung von Landwirtschaft und erneuerbarer Energie steckt“, betont Oliver Eisenhöld, Geschäftsfeldleiter Energie der RWA. „Wir erzeugen regionalen Sonnenstrom, schützen gleichzeitig unsere Kulturen und schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Region“, erklärt er. (su)