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Erdbeeren am Bodensee bekommen Schutz von beweglichen Solarmodulen

Landwirt Hubert Büchele wird in Zukunft seine Erdbeeren auf besondere Weise schützen. Denn der Systemanbieter Sonntag Energy baut über den empfindlichen Pflanzen eine Solaranlage auf. Die Module werden die Installateure von Sonntag Energy auf Trackern montieren, die die Paneele dem täglichen Lauf der Sonne nachführen.

Der erste Bauabschnitt der Anlage umfasst eine Solarleistung von einem Megawatt. Zusätzlich baut Sonntag Energy einen Speicher, der fünf Megawattstunden Strom zwischenlagern kann. Dieser Speicher wird aber nicht nur überschüssigen Solarstrom aus der Trackeranlage über den Erdbeeren aufnehmen, wenn dieser keinen Platz im Netz findet. Er kann auch aktiv Strom aus dem Netz aufnehmen und bei Bedarf wieder einspeisen.

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Schatten für die Erdbeeren

Die Solarmodule liefern aber nicht nur Strom. Sie den Erdbeeren darunter zusätzlich Schatten sowie Schutz vor Witterungseinflüssen. Gerade an heißen Sommertagen kann die teilweise Beschattung helfen, die empfindlichen Kulturen vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Damit eröffnet das Projekt einer vom Klimawandel stark betroffenen Branche neue Perspektiven.

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Denn der Beerenanbau am Bodensee ächzt zunehmend unter den heißen Sommern. Damit gewinnt der Schutz der Pflanzen an Bedeutung. „Wir wollen unsere Erdbeeren auch unter veränderten klimatischen Bedingungen erfolgreich anbauen“, begründet Hubert Büchele seine Entscheidung. „Die Solarmodule bieten den Pflanzen Schatten und Witterungsschutz. Gleichzeitig schaffen wir mit der Stromerzeugung ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein für unseren Betrieb“, sagt der Landwirt.

Tracker und Speicher sorgen für Wirtschaftlichkeit

Denn da die Tracker die Module dem Sonnenstand nachführen, erhöhen sie den Stromertrag und stärken damit die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage. Zusätzliche Erlösmöglichkeiten eröffnet der Speicher. Denn er lässt sich auch unabhängig von der aktuellen Solarstromproduktion nutzen. Das macht die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts weniger abhängig von den Strompreisen während der Sonnenstunden.

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Für Mark Kugel von Sonntag Energy ist diese Kombination der Hebel, der solche Projekte erfolgreich macht. „Denn bei Sonderkulturen können Landwirtschaft und Photovoltaik besonders gut zusammenspielen“, sagt er. „Die Erdbeeren profitieren vom Schutz durch die Module, die Tracker sorgen für hohe Stromerträge und der Speicher erweitert die Möglichkeiten der Vermarktung. Wir planen diese drei Bausteine von Anfang an gemeinsam.“

Mehr Leistung ist möglich

Sonntag Energy hat das Projekt so geplant, dass es auch erweitert werden kann. Die bestehende Baugenehmigung umfasst eine Solarleistung von deutlich mehr als zwei Megawatt. Damit besteht die Grundlage, die zunächst mit einem Megawatt errichtete Anlage in einem späteren Bauabschnitt auszubauen.

Umgesetzt wurde das Projekt von Sonntag Energy gemeinsam mit dem Maschinenring Tettnang. „Wir freuen uns, mit der Montage der Anlage zu diesem Projekt beizutragen. Besonders überzeugt uns, dass der Landwirt selbst Eigentümer der Anlage wird und die Wertschöpfung damit auf dem Hof bleibt“, sagt Leander Hengge, Geschäftsführer vom Maschinenring Tettnang.