Die Analyse von allen Eigenheimdächern in Deutschland hat ergeben, dass die Installation einer Photovoltaikanlage auf geeigneten Dächern auch komplett ohne Förderung wirtschaftlich ist – allein auf Basis des Eigenverbrauchs. Die Analyse hat Greensketch durchgeführt. Das Unternehmen der australischen OSW Group hat mit dem KI-Agenten Emily, der für die Planung von Solaranlagen entwickelt wurde, für den zum Start in Deutschland die konkreten Wirtschaftlichkeitszahlen ermittelt.
Kapitalrendite von 11,5 Prozent ist drin
Diese zeigen, dass im Schnitt ein deutscher Haushalt jährlich rund 1.620 Euro an Stromkosten sparen kann, wenn er eine Solaranlage für den Eigenverbrauch anschafft. Die dafür nötige Investition beziffert die Analyse auf durchschnittlich 12.167 Euro. Allein über den Eigenverbrauch amortisiert sich dieser Betrag innerhalb von 8,44 Jahren. Über die typische Laufzeit von 20 Jahren ergibt das einen Nettogewinn von 19.030 Euro pro Haushalt. Die durchschnittliche Kapitalrendite liegt bei 11,5 Prozent – ein Wert, der viele klassische Geldanlagen deutlich übertrifft.
Auf die Einspeisevergütung verzichtet
Für die Berechnung hat der KI-Agent eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10,34 Kilowatt und einen Batteriespeicher mit einem Volumen von 9,6 Kilowattstunden angesetzt. Mit dieser Anlage wurde der typische Eigenverbrauchsanteil ermittelt und darüber die Amortisation und die Rendite berechnet. Dabei wurde bewusst auf die Erträge durch die Einspeisevergütung verzichtet.
Regionale Unterschiede berechnet
Zwar zeigt die Analyse auch regionale Unterschiede bei den Erträgen und Renditen. Doch sie zeigt auch: Solar ist überall rentabel. So können bayerische Haushalte mit der zugrundegelegten Photovoltaik-Speicher-Konfiguration durchschnittlich 1.696 Euro pro Jahr sparen. Damit amortisiert sich die Anlage innerhalb von nur acht Jahren. Nach 20 Jahren steht hier ein Gewinn von 20.504 Euro pro Haushalt zu Buche.
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In Berlin hingegen liegt die jährliche Ersparnis nur bei 1.388 Euro. Doch selbst mit diesen geringeren Einsparungen bleibt die Investition wirtschaftlich. Die Amortisationszeit von 10,10 Jahren liegt deutlich unter der 20-jährigen Anlagenlaufzeit. Der Gesamtgewinn beläuft sich immer noch auf stattliche 14.555 Euro. Das sind zwar rund 6.000 Euro weniger als in Bayern, aber die Rechnung bleibt trotzdem noch klar positiv.
Verlässliche Daten für Hausbesitzer und Installateure
Damit wird deutlich, dass sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage für Eigenheimbesitzer in jedem Fall auch ohne Einspeisevergütung rechnet. Das ist wichtig für den Markt, will doch die CDU die Vergütung für kleinere Anlagen streichen und deren Einspeiseleistung auf 50 Prozent begrenzen. „Gerade weil sich die Rahmenbedingungen ändern, brauchen Eigenheimbesitzer und Installateure verlässliche Daten darüber, was ein Dach tatsächlich wert ist“, erklärt Christian Seidemann, Lead CSM DACH bei Greensketch. „Dieser Report liefert erstmals eine adressgenaue Bewertung für ganz Deutschland und zeigt, dass sich ein Solardach auch ohne Förderung lohnt“, fasst er das Kernergebnis zusammen. (su)