Projektierer Maxsolar aus Traunstein wird im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach einen Großbatteriespeicher mit einer Ein- und Ausspeicherleistung von 20 Megawatt und einer Gesamtkapazität von 100 Megawattstunden errichten.
TH Ulm erprobt intelligente Steuerung von solaren Einspeisespitzen
Das Unternehmen setzte sich in der Ausschreibung gegen mehr als 20 Teilnehmer durch. Der Bau soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Es handelt sich nach Angaben der N-Ergie Netz um den bislang größten netzdienlich betriebenen Batteriespeicher in Bayern.
Netzdienlicher Betrieb statt marktgetriebene Fahrweise
Der Speicher entsteht in direkter Nachbarschaft zum größten Umspannwerk der N-Ergie Netz. Anders als marktgetriebene Speicher, deren Betrieb sich an der Preisentwicklung auf dem Strommarkt orientiert, verpflichtet sich der Betreiber, den Be- und Entladeprozess an den Bedarfen des Stromverteilnetzes auszurichten.
TH Ulm erprobt intelligente Steuerung von solaren Einspeisespitzen
Dadurch soll die Aufnahmekapazität für erneuerbare Energien langfristig steigen. Die Anlage soll einen lokalen Netzengpass entlasten. Das Vorhaben ist mit der Bundesnetzagentur abgestimmt. „In unserem stark durch Photovoltaik geprägten Netz werden sie Mittagsspitzen abfedern, während wir parallel das Netz weiter deutlich ausbauen", sagt Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-Ergie Netz. „Der netzdienliche Betrieb von Batteriespeichern ist ein notwendiger und lohnender Kompromiss.“
Schlüssel für resiliente Energieversorgung
Christoph Strasser, CEO von MaxSolar, betont die Bedeutung netzdienlicher Speicher: „Eine netzdienliche Fahrweise ermöglicht eine effizientere Nutzung der Netze und senkt dadurch volkswirtschaftliche Kosten.“ Ausgehend von den Erfahrungswerten aus dem Pilotprojekt in Winterschneidbach nimmt die N-Ergie Netz weitere Ausschreibungen für den Betrieb netzdienlicher Batteriespeicher in den Blick. (nhp)
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