Der österreichische Klima- und Energiefond (KLIEN) hat eine Förderung von intelligenten Energiemanagementsystemen gestartet. Um die Unterstützung können sich nicht nur private Haushalte und Betriebe, sondern auch Gemeinden, Vereine und weitere Organisationen bewerben. Insgesamt 4,9 Millionen Euro hat die Bundesregierung in den Fördertopf gelegt. Damit will sie den Aufbau eines flexibleren Energiesystems unterstützen, um die Nutzung von erneuerbaren Energien zu verbessern, die Energiekosten zu senken und gleichzeitig die Stromnetze zu entlasten.
Schließlich braucht die Energiewende nicht nur den Ausbau von Ökostromanlagen, sondern auch das Management dezentraler Energieströme – bei der Einspeisung und beim Verbrauch. Das Ziel: Die Energie dann nutzen, speichern oder für Wärme oder Mobilität bereitstellen, wenn sie tatsächlich vorhanden ist. Genau hier setzt das neue Förderprogramm „Energiemanagement – Flexibilisierung im Verteilnetz“ des KLIEN an. Es ist die erste österreichweite Förderung von intelligenten Energiemanagementsystemen.
Mindestens zwei Komponenten miteinander verbinden
Gefördert werden die Anschaffung, Installation und Konfiguration automatisierter, kommunikationsfähiger Energiemanagementsysteme. Voraussetzung ist, dass diese mindestens zwei Komponenten miteinander verknüpfen und steuern. So kann das Energiemanagement eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher steuern. Sie kann aber auch eine Wärmepumpe und eine Wallbox zum Laden für Elektrofahrzeuge einbinden. Ist diese Voraussetzung erfüllt, bekommen private Haushalte einen Zuschuss von mindestens 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Dieser ist jedoch auf 600 Euro pro Projekt gedeckelt.
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Betriebe bekommen bis zu 30 Prozent der Kosten erstattet
Betriebe, Gemeinden, Vereine und andere Organisationen mit Netzanschluss im Niederspannungsbereich bekommen bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Hier liegt der Deckel allerdings bei 20.000 Euro pro Standort. In diesem Bereich unterstützt der KLIEN sowohl die Einführung von Energiemanagementsystemen als auch begleitende Beratungsleistungen. Hier umfasst die Förderung die Planung, Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme entsprechender Systeme.
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Bis spätestens April 2027 Förderung beantragen
Interessierte Haushalte, Betriebe und Organisationen können noch bis zum 15. April 2027 einen Förderantrag stellen. Allerdings bekommen sie die Unterstützung nur, solange noch Geld im Fördertopf liegt. Alle Informationen zur Förderung und zu Einreichung der Anträge finden private Hauseigentümer auf der Webseite des KLIEN. Dort gibt es auch alle Informationen zu den Voraussetzungen und zur Antragstellung für Betriebe und Vereine. Zudem führt der KLIEN am 27. Juli 2026, 9–10 Uhr, ein kostenloses Webinar durch, in dem die Experten der Förderstelle die Details vorstellen und Fragen beantworten. Hier geht’s zur Anmeldung. (su)