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Nächster Transport unterwegs – weiter Geldspenden gesucht

Das PV-Symposium in Bad Staffelstein war spannend bis zur letzten Präsentation. Leider konnte Willi Ernst nicht bis zum Ende bleiben. Denn auf ihn wartete in Paderborn eine wichtige Aufgabe: Solarkomponenten und Batterien für mehrere Schulen und Krankenhäuser in der Ukraine lagen bereit für den Versand gen Osten.

Dringend Geldspenden für Solartechnik und Batterien gesucht 

Dieses Mal wurden drei Blockheizkraftwerke mit fünf, 50 und 52 Kilowatt für ukrainische Schulen auf den Lkw geladen. Zudem hievte Ernst per Gabelstapler 16 Paletten mit Solarmodulen (in Summe 196 Kilowatt) für drei Krankenhäuser auf den Wagen. Auch ein Batteriesystem (30 Kilowatt, 62 Kilowattstunden) und diverse Wechselrichter gingen auf die Reise.

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Ein Batteriesystem wird demnächst nachgeliefert, ebenso Kabel und Zubehör. Die Solartechnik und Speicher sind für Empfänger in Bajarka, Brovary, Cherkasy, Teofipol, Obukhiv und Kamianets-Podilskyi bestimmt.

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Mehr als 100 Krankenhäuser auf der Warteliste

Seit mehr als einem Jahr kooperiert die Biohaus-Stiftung in Paderborn mit Greenpeace und logistischen Kanälen der EU, um Solaranlagen, BHKW und Speicher zu kaufen, zu verschicken und die Solarteurinnen vor Ort bei der Installation zu unterstützen. „Die Komponenten kaufen wir mit Spendengeldern ein“, erzählte Willi Ernst von der Biohaus-Stiftung. „Die Kosten für Transport, Zoll und dergleichen teilen wir halbe halbe mit Greenpeace.“

Biohaus schickt weitere Solaranlagen in die Ukraine

Greenpeace hat 2025 insgesamt 30 Frauen zu Solarteurinnen ausgebildet, in diesem Jahr sollen 50 hinzu kommen. Die Männer stehen an der Front, für die Kurse bei Greenpeace gibt es deutlich mehr Bewerbungen, als letztlich ausgebildet werden können. Absolventinnen des ersten Lehrganges haben in Charkiv eine eigene Ausbildungsstätte eröffnet, um ihr Wissen weiterzugeben.

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Solare Inseln sind überlebenswichtig

Weil das fossil-nukleare Energiesystem der Ukraine weitgehend zusammengebrochen ist, werden solarbetriebene Inseln mit Batteriespeichern überlebenswichtig. „Immer mehr Krankenhäuser erkennen, dass sie sich damit unabhängig machen und obendrein erhebliche Energiekosten sparen können“, urteilt Polina Kolodiazhna von Greenpeace in Kiew. „Das ist ungeheuer wichtig.“

So wurden auf dem Dach eines Hospitals in Chortkiv in der Westukraine 50 Kilowatt Solarmodule installiert. Die Anlage liefert 30.000 Kilowattstunden im Jahr für den Kreißsaal und Neugeborene mit ihren Müttern.

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Weitere 17.000 Kilowattstunden versorgen die Abteilung für Infektionskrankheiten. Mittlerweile werden rund 70 Prozent des Strombedarfs des Krankenhauses mit Sonnenstrom gedeckt. „Im Jahr spart das Hospital rund 470.000 Hrywnja“, rechnet Greenpeace-Expertin Marina Abramian vor. 1.000 Hrywnja entsprechen etwa 20 Euro. Größere Krankenhäuser können bis zu einer Million Hrywnja sparen – 50.000 Euro. Jedes Jahr, wohlgemerkt.

Website von Greenpeace in der Ukraine (Englisch)

2026 will die Biohaus-Stiftung mindestens zwölf Krankenhäuser ausstatten. „Dafür brauchen wir dringend Geldspenden“, bittet Willi Ernst. „Wenn es mehr Spenden werden, schicken wir mehr als zwölf Anlagen.“ Die Biohaus-Stiftung ist gemeinnützig, sie stellt steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen aus, ebenso Greenpeace. (HS)

Wer Geld für die Ukraine spenden möchte, melde sich bitte bei Willi Ernst, unter dieser E-Mail: willi.ernst@biohaus-stiftung.org