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EV Charging Index: Ladeinfrastruktur wird zum nächsten Engpass

Die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen sind 2025 um mehr als 20 Prozent gestiegen. Damit entfiel auf Elektroautos ein Anteil von 25 Prozent aller Neuwagenverkäufe. Das zeigt die siebte Ausgabe des EV Charging Index von Roland Berger.

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Europa verzeichnete nach einem schwachen Vorjahr eine Erholung: Die Verkäufe legten um rund ein Drittel auf 3,7 Millionen Fahrzeuge zu. Der Anteil der Elektrofahrzeuge an allen Neuwagenverkäufen erreichte damit knapp 30 Prozent. In Deutschland lag er bei 28,3 Prozent. In Nordamerika dagegen führten politische Unsicherheiten und eine schwächere Konsumentenstimmung zu einer rückläufigen Marktentwicklung.

China setzt das Tempo

China bleibt Taktgeber der Elektromobilität. Das Land hat die Marke von 50 Prozent Elektrofahrzeuganteil bei den Neuzulassungen überschritten. Zudem prägt es die globale Branche durch seine technologische Führungsrolle und Kostenvorteile. Das zeigt sich auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur: In China ist bereits fast jeder zweite öffentliche Ladepunkt ein Schnell- oder Ultraschnelllader mit mindestens 150 Kilowatt Leistung. In Europa ist es nur gut jeder fünfte.

Ladeinfrastruktur: Qualität statt Quantität

Weltweit wurden 2025 rund 1,1 Millionen neue öffentliche Ladepunkte installiert – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Roland Berger wertet das nicht als nachlassende Investitionsbereitschaft, sondern als Zeichen eines reifenden Marktes: Der Fokus verschiebe sich vom reinen Netzausbau hin zur Leistungsfähigkeit der Infrastruktur und zu schnellem Laden.

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Denn die Zahl der Elektrofahrzeuge wächst inzwischen wieder schneller als die Schnellladeinfrastruktur. In Westeuropa kommen derzeit durchschnittlich rund 45 batterieelektrische Fahrzeuge auf einen Schnellladepunkt. „Die nächste Phase der Elektromobilität entscheidet sich nicht mehr allein durch Fahrzeuge, sondern an der Ladesäule. Europas und Deutschlands Aufgabe ist klar: Das rasante Wachstum der E-Mobilität muss mit einem Ladeangebot einhergehen, das den Bedürfnissen der E-Auto-Fahrer von morgen gerecht wird", sagt Martin Weissbart, Partner bei Roland Berger. (nhp)

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