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Biohaus-Stiftung schickt nächsten Transport auf die Reise

Eine Woche nach den Osterfeiertagen rollte in Paderborn erneut der Gabelstapler, um Paletten mit Modulen, Untergestelle und Wechselrichtern auf den Laster zu hieven. Sie sind zwei Krankenhäuser in der Ukraine.

Sie brauchen dringend Notstromsysteme. Denn der russische Beschuss führt immer wieder zu Stromausfall im Netz. Um dennoch operieren und Patientinnen und Patienten versorgen zu können, werden die Dächer mit Solarmodulen belegt und leistungsfähige Batterien installiert.

Biohaus-Stiftung braucht 150.000 Euro

Installiert werden die Anlagen unter anderem von ukrainischen Solarteurinnen, die Greenpeace ausgebildet hat. Die Ankunft der jüngsten Lieferung wird in fünf bis sieben Tagen erwartet. Demnächst geht ein Spezialtransport auf die Reise, der mehrere Batteriepakete gen Osten bringt. Neben dem Einkauf der Technik kostet jeder Transport zwischen 5.000 und 6.000 Euro.

Nächster Transport unterwegs – weiter Geldspenden gesucht

Weitgehend unabhängig vom Stromnetz

Mit Solargeneratoren und Speicherbatterien machen sich die Krankenhäuser weitgehend unabhängig vom Stromnetz. Auch wenn der harte Winter vorbei ist, bleibt die Energieversorgung ein akutes Problem. Denn die russischen Angriffe halten unvermindert an, trotz einer kurzen Feuerpause über die Feiertage zum orthodoxen Osterfest.

Seit Beginn des Jahres hat die Biohaus-Stiftung fast 70.000 Euro für den Ankauf von Solartechnik und Speichern aufgewendet, etwa 30.000 Euro stammten aus Spenden. Neben der Solartechnik wurden Blockheizkraftwerke für ukrainische Schulen in die Ukraine geliefert.

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Mehr als 100 Krankenhäuser warten

Seit mehr als einem Jahr kooperiert die Biohaus-Stiftung aus Paderborn mit Greenpeace und logistischen Kanälen der EU, um Solaranlagen, BHKW und Speicher zu kaufen, zu verschicken und die Solarteurinnen vor Ort bei der Installation zu unterstützen.

Greenpeace hat 2025 insgesamt 30 Frauen zu Solarteurinnen ausgebildet, in diesem Jahr sollen 50 hinzu kommen. „Immer mehr Krankenhäuser erkennen, dass sie sich damit unabhängig machen und obendrein erhebliche Energiekosten sparen können“, urteilt Polina Kolodiazhna von Greenpeace in Kiew. „Die Krankenhäuser und die Trägerkommunen beteiligen sich an der Finanzierung. Das ist ungeheuer wichtig.“

Biohaus schickt weitere Solaranlagen in die Ukraine

Ein Beispiel in Chortkiv

So wurden auf dem Dach eines Hospitals in Chortkiv in der Westukraine 50 Kilowatt Solarmodule installiert. Die Anlage liefert 30.000 Kilowattstunden im Jahr für den Kreißsaal und Neugeborene mit ihren Müttern. Weitere 17.000 Kilowattstunden versorgen die Abteilung für Infektionskrankheiten.

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Mittlerweile werden rund 70 Prozent des Strombedarfs des Krankenhauses mit Sonnenstrom gedeckt. „Im Jahr spart das Hospital rund 470.000 Hrywnja“, rechnet Greenpeace-Expertin Marina Abramian vor. 1.000 Hrywnja entsprechen etwa 20 Euro. Größere Krankenhäuser können bis zu einer Million Hrywnja sparen – 50.000 Euro. Jedes Jahr, wohlgemerkt.

Die Biohaus-Stiftung ist vom Finanzamt als gemeinnützig. Sie stellt steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen für Privatpersonen und Unternehmen aus, ebenso Greenpeace (für Privatpersonen). (HS)

Wer Geld spenden möchte, melde sich bitte bei Willi Ernst, unter dieser E-Mail: willi.ernst@biohaus-stiftung.org

Website der Kooperation von Biohaus-Stiftung und Greenpeace in der Ukraine. Hier finden Sie ein ausführliches Factsheet, das die Krankenhäuser und die installierten Solarsysteme vorstellt.