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DUH: Großstädte verschlafen solare Energiewende

21 Städte erhalten von der DUH eine gelbe Karte und müssen ihren jährlichen Photovoltaikzubau um bis zu 25 Prozent steigern. 44 Städte bekommen eine rote Karte, weil sie weit hinterherhinken. Potsdam, Rostock und Chemnitz sowie neun weitere Großstädte haben ihr Ziel um mehr als 50 Prozent verfehlt.

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Sie müssen ihr Tempo mehr als verdoppeln. Millionenstädte wie zum Beispiel Berlin, Hamburg oder München fallen allesamt durch. Dort wohnen besonders viele Menschen zur Miete. Die DUH kritisiert, dass die aktuelle Energiepolitik den Ausbau der Photovoltaik massiv ausbremst und fordert von Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) ein umgehendes Umsteuern. „Deutschlands Städte könnten Motor der Energiewende sein – stattdessen bremsen Politik und fossile Lobby den Solarausbau aus“, kritisiert Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe. „ Gerade in dicht besiedelten Räumen, wo besonders viel Strom verbraucht wird und riesige Dachflächen ungenutzt bleiben, muss der Ausbau von Photovoltaik jetzt oberste Priorität haben.“

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Millionen Quadratmeter liegen brach

Es sei absurd, dass Millionen Quadratmeter geeigneter Dachflächen brachliegen, während Verbraucherinnen und Verbraucher unter hohen Energiekosten leiden. Ein zentraler Hebel wäre, große Vermieterinnen und Vermieter endlich stärker in die Pflicht zu nehmen und den Ausbau von Solardächern wirtschaftlich attraktiv zu machen. „Statt Planungssicherheit zu schaffen, sorgt Wirtschaftslobbyministerin Katherina Reiche mit EEG-Novelle und Netzpaket für neue Unsicherheit“, moniert Barbara Metz. „Wer die Vergütung kleiner Dachanlagen infrage stellt und zusätzliche Hürden für neue Solaranlagen aufbaut, greift die bürgergetragene Energiewende frontal an und spielt fossilen Konzernen in die Hände.

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Blockade in der Politik beenden

Die DUH fordert Katherina Reiche (CDU) auf, „ihre Blockadepolitik sofort zu beenden und den Weg freizumachen für eine schnelle, soziale und dezentrale Energiewende in unseren Städten.“

Die Städte Hanau, Paderborn, Ulm, Münster, Trier, Hamm und Gütersloh stechen in der DUH-Auswertung positiv hervor. Sie haben die von der DUH ausgegebenen Ausbauziele um mindestens 50 Prozent überschritten. Auch Bremerhaven und Hagen, die zuvor eine rote Karte bekommen hatten, zählen nun zu den Vorreitern.

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Solaroffensive Deutschland

Im erstmals 2023 vom Venture and Nature Fund geförderten Projekt „Solaroffensive Deutschland“ analysiert die DUH regelmäßig den Photovoltaikausbau in deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohnern. Dafür zieht sie Daten aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur heran.

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2026 hat die DUH die Methodik angepasst, um näher am tatsächlichen Solarpotenzial der Kommunen und sowie am politischen Ausbauziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu sein. Statt 590 Gigawatt bis 2035 wird nun das im EEG 2023 festgeschriebene Ziel von 400 Gigawatt bis 2040 zu Grunde gelegt.

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Diese Gesamtleistung wird nicht mehr über die Fläche der Großstädte verteilt, sondern über eine Kombination aus realem Solarpotenzial auf Dächern und konfliktarmen Freiflächen innerhalb bereits genutzter oder versiegelter Flächen. (HS)

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