Traditionell zählt der Februar zu den schwächeren Monaten im Solarmarkt, vor allem, wenn der Winter lange dauert. Auch im Februar 2026 zeigt sich dieser Effekt: Rund 813 Megawatt wurden neu installiert, der niedrigste Monatswert seit Dezember 2022.
Ein wesentlicher Grund dürfte die winterliche Witterung gewesen sein, die vielerorts die Installationen auf Dächern erschwerte oder unmöglich machte. Doch die Aufträge sind nicht abgesagt, sondern lediglich verschoben. Viele Installationsbetriebe berichten von steigender Nachfrage und sich füllenden Auftragsbüchern.
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Neuer Aufbruch kündigt sich an
Mehrere Faktoren rücken die Photovoltaik aktuell wieder stärker in die Aufmerksamkeit von Kunden und Politik. Dazu zählen steigende Preise fossiler Energieträger, wachsende Unsicherheiten bei der Energieversorgung und der Wunsch nach langfristig planbaren Stromkosten.
„Die aktuell wiederkehrende Diskussion um steigende Preise für fossile Energieträger erinnert nun alle wieder an das, was aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten in Vergessenheit geraten war: Erneuerbare Energien sind die einzige Möglichkeit, langfristig Sicherheit und Unabhängigkeit in das Energiesystem zu bringen“, erläutert EWS-Geschäftsführer Jan Paul Dahm.
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Die Flaute bei der Installation von Solaranlagen wirkt sich weiter auf den Zubau von Speichersystemen aus. Durch Nachrüstungen im Bestand tauchen in der Statistik erstmals mehr neue Speicherkapazität auf als Solarleistung. Dies bekräftigt die Beobachtung, dass Unabhängigkeit in der Energieversorgung an Bedeutung gewinnt.
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Aktiv werden, nicht abwarten!
„Wer den nahenden Rückenwind nutzen will, darf nicht abwarten, sondern muss jetzt aktiv die Segel setzen“, regt Dahm an. „Der überregionale Wettbewerb ruht nicht und wird die wachsende Nachfrage abfischen, wenn niemand anderes schneller ist.“
Für Installationsbetriebe bedeutet das vor allem: Vertriebsaktivitäten verstärken, bestehende Kundenkontakte aktivieren und Projekte frühzeitig anstoßen, damit das Frühjahrsgeschäft schnell in konkrete Installationen übergeht.
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Gleichzeitig lohnt es sich, vorhandene Angebote zur Unterstützung und Weiterbildung zu nutzen. Schulungen zu Systemlösungen, neuen Geschäftsmodellen oder regulatorischen Entwicklungen helfen, Beratungskompetenz auszubauen und zusätzliche Marktchancen zu erschließen. Auch aktuelle politische Diskussionen über zukünftige Marktregeln können im Vertrieb aktiv aufgegriffen werden. Angekündigte Änderungen im Energiemarkt – etwa mögliche Anpassungen ab 2027 – könnten Investitionsentscheidungen beschleunigen und zusätzliche Vorzieheffekte auslösen. (HS)
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