Seit Juni dürfen deutsche Haushalte ihren Solarstrom direkt mit Nachbarn teilen. Der neue Paragraf 42c im Energiewirtschaftsgesetz erlaubt Betreiberinnen von Photovoltaikanlagen, überschüssigen Strom im selben Bilanzierungsgebiet zu verkaufen – zu verhandelbaren Preisen, ohne bisherige Pflichten aus der Lieferung von Energie.
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Wer Strom erzeugt, kann damit mehr aus seiner Anlage herausholen als mit Einspeisevergütung. Wer Strom bezieht, zahlt weniger als beim Netzversorger. So weit die Theorie. Ob sich Energy Sharing im wirklich lohnt, hängt von vielen Faktoren ab – von Netzentgelten, Plattformkosten, Smart-Meter-Einbau und vor allem der Frage, wie Angebot und Nachfrage im 15-Minuten-Takt zeitlich zusammenpassen.
E3/DC-Analyse: Niederspannungsnetze vertragen mehr Solarstrom
Deshalb hat die gemeinnützige Firma Beyond Content aus Erlangen einen kostenlosen Rechner entwickelt. Er liefert eine Abschätzung der finanziellen Effekte für Anlagenbetreiber und Haushalte, die lokalen Strom beziehen möchten. Besonders Energiegemeinschaften können profitieren, die sich Fixkosten teilen und den Sonnenstrom über einen gemeinsamen Pool nutzen.
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Der aktuelle Rechner befindet sich in der offenen Beta-Phase. Die dargestellten Werte sind Näherungen und ersetzen keine rechtliche, steuerliche oder energiewirtschaftliche Prüfung. Beyond Content hält den Rechner bei gesetzlichen und sonstigen Änderungen aktuell. (HS)