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Regionale Wertschöpfung könnte sich bis 2033 verdoppeln

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien mehr als verdoppeln, wenn sie die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen erreichen: von heute 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro jährlich ab 2033.

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Das belegt die Studie „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien“. Sie wurde vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) erstellt. Auftraggeber war das Bundeswirtschaftsministerium, seinerzeit noch unter Robert Habeck (Bündnis90/Grüne). Die Autorinnen und Autoren empfehlen Bund und Ländern, den Kommunen durch Beratung und Informationen und Abbau bürokratischer Hürden unter die Arme zu greifen, um regionale Chancen auszuschöpfen.

Studie des IÖW zur regionalen Wertschöpfung

Modelle für 400 Landkreise und Städte

Modellierungen für rund 400 Landkreise und Städte sowie Analysen erfolgreicher Beispiele in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern belegen, dass erneuerbare Energien die Regionen in Zeiten von Energiekrisen nicht nur unabhängiger bei ihrer Energieversorgung machen.

Vor allem ländliche Regionen mit Flächenpotenzialen profitieren von lokaler Energieerzeugung: durch mehr Steuereinnahmen, neue Arbeitsplätze und Gewinne ansässiger Unternehmen. Sie erhalten größere finanzielle Spielräume etwa für Schulen oder Bibliotheken.

Studie der DUH zum Solarausbau in Städten

Über die Hälfte bleibt vor Ort

Überall in Deutschland gibt es bereits Regionen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur unterstützen, sondern als strategischen Hebel für die eigene Entwicklung nutzen. „Diese Vorbilder zeigen, was möglich ist“, sagt Frederick Sixtus vom Berlin-Institut. „Wenn die Regionen voneinander lernen, wird die Energiewende für alle zum wirtschaftlichen Gewinn.“

Wind- und Solarenergie erzeugten 2023 bundesweit zehn Milliarden Euro direkte Wertschöpfung und rund 51.000 Vollzeitarbeitsplätze. Davon verblieben als regionale Effekte bis zu 5,5 Milliarden Euro (55 Prozent) direkt in den Standortregionen. Erreicht Deutschland seine Ausbauziele erneuerbarer Energien, kann die direkte Wertschöpfung auf etwa 21 Milliarden Euro jährlich ab 2033 steigen, die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze auf 101.600.

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Mehr Jobs in der Fläche

Mit entsprechenden Anreizen auf dem Arbeitsmarkt kann das auch in dünn besiedelten, ländlichen Regionen gelingen. Rund 12,4 Milliarden Euro würden vor Ort bleiben und könnten zur Entwicklung strukturschwacher Regionen beitragen. „Finanzielle Beteiligung, Bürgerenergie und kommunale Investitionen könnten dafür sorgen, dass mehr Wertschöpfung vor Ort bleibt und mehr Menschen von der Energiewende profitieren“, urteilt Steven Salecki, Volkswirt am IÖW.

Neben direkten Effekten treiben erneuerbare Energien die regionale Wirtschaft an – gerade in ländlichen Räumen. Sie wirken als Wirtschaftsmotor vor Ort. In besonders aktiven Regionen gehen bis zu zehn Prozent des Wirtschaftswachstums der letzten zehn Jahre auf den Ausbau der Grünstrombranchen zurück. (HS, gekürzt)

Dieser Trendreport mit zahlreichen Projektbeispielen erschien im Septemberheft der photovoltaik. Wir haben ihn hier für Sie freigestellt, damit Sie ihn in voller Länge lesen können.

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