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Neue skalierbare Zaunkonstruktion ermöglicht Wildwechsel in Solarparks

Der Solarplaner und Energieversorger Südwerk hat zusammen mit dem Anlagenbauer ZPV eine Zaunkonstruktion entwickelt, die es Wildtieren ermöglicht, die Fläche zu queren. Erstmals wurde die Lösung im Bürgersolarpark Memmelsdorf in Oberfranken, nordöstlich von Bamberg, eingesetzt. Bei der Entwicklung des wildtierfreundlichen Zauns für Solarparks war auch die örtliche Jägerschaft involviert, die auf den bestehenden Wildwechsel auf der Fläche des Solarparks aufmerksam gemacht hat.

Standardmaterial eingesetzt

Damit reagiert Südwerk auf die zunehmende Bedeutung der naturschutzfachlichen Integration von solaren Freiflächenanlagen aufgrund des beschleunigten Ausbaus der erneuerbaren Energien. Denn neben Fragen der Flächennutzung rücken insbesondere Biodiversität, Lebensraumvernetzung und die Durchlässigkeit großer Solarparkflächen für Wildtiere stärker in den Fokus.

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Die Herausforderung dabei ist, dass der Zaun das Betreten unbefugter Personen verhindern muss, aber gleichzeitig ermöglicht, dass vor allem Rehe auf die Fläche kommen können. Deshalb war das Ziel der Entwicklung, die technische Sicherheit der Anlage mit den Anforderungen des Wildtiermanagements in Einklang zu bringen. Die vom Anlagenbauer ZPV entwickelte Lösung ist einfach umzusetzen. Denn die Konstruktion besteht überwiegend aus standardisiertem Zaunmaterial, das im Rahmen des regulären Anlagenbaus ohnehin eingesetzt wird.

Rehe passen durch

Es handelt sich dabei um ein Zaunelement, das im unteren Bereich aus vertikalen Gitterstäben besteht. Diese sind so weit auseinander angeordnet, dass Rehe auf die Fläche gelangen. Allerdings sind sie für einen menschlichen Körper zu eng angeordnet, sodass weiterhin verhindert wird, dass Personen auf die Fläche gelangen, die dort nicht hingehören.

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Ohne Aufwand integrieren

Durch die Nutzung gängigen Materials lässt sich das Zaunelement ohne aufwendige Sonderanfertigungen stabil in die Einfriedung integrieren und mit geringem zusätzlichem Aufwand realisieren. „Entscheidend ist für uns nicht nur die einzelne Maßnahme, sondern ihre Übertragbarkeit auf weitere Projekte“, sagt Manuel Zeller Bosse, Geschäftsführer von Südwerk. „Die Erfahrungen aus Memmelsdorf zeigen, dass sich praktikable Lösungen für Biodiversität und Energiewende häufig direkt aus dem Austausch mit den Akteuren vor Ort entwickeln. Wenn solche Lösungen einfach umsetzbar sind, können sie auch in größerem Maßstab Wirkung entfalten.“ Manuel Zeller Bosse kündigt an, die Konstruktion künftig bei neuen Solarparkprojekten bereits in frühen Planungsphasen einzubeziehen. (su)