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BSW-Solar: Solarer Notstrom stützt Versorgung

Ungeachtet der hohen Stabilität der deutschen Netze führen Sabotage, Katastrophen und technische Defekte immer wieder zu lokalen Ausfällen. Unlängst waren Teile des Berliner Südwestens mehrere Tage ohne Strom. Keine Elektrizität, kein Mobilfunk, kein Wasser, keine Heizung – die Folgen sind gravierend. Auch in Stuttgart fiel kurzzeitig der Strom aus.

ZVEH: Photovoltaik und Speicher schützen vor großflächigem Stromausfall 

Eine Möglichkeit, sich gegen Stromausfälle zu wappnen, sind Solaranlagen mit Not- oder Ersatzstromfunktionen und Batteriespeicher. „Photovoltaik ist in der Lage, im Notfall dezentral und ohne funktionierenden Netzzugang die Energieversorgung sicherzustellen“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Das dient der Krisensicherheit der Betreiber und steigert die Resilienz unseres Energiesystems.“

Inselnetz im Gebäude aufbauen

Während eines Stromausfalls können Batteriespeicher die Haushalte temporär mit Strom versorgen. Voraussetzung sind inselfähige Wechselrichter, die im Gebäude ein lokales Netz aufbauen. Wie lange eine inselfähige Solaranlage Strom liefern kann, hängt von der Größe des Speichers, vom Stromverbrauch sowie von der Sonneneinstrahlung während der Netzstörung ab.

Die Mehrkosten für die technische Ausstattung sind in der Regel überschaubar. Bei Bestandsanlagen ist die Nachrüstung mit Notstrom oder Ersatzstrom in vielen Fällen problemlos möglich. „Wer sich eine neue Photovoltaikanlage anschaffen möchte, sollte sich zu den Möglichkeiten einer Not- und Ersatzstromfunktion beraten lassen, damit diese auf Wunsch im Krisenfall sofort verfügbar sind“, rät Körnig.

Fronius-Tipp: Stabile Versorgung bei Netzausfall 

Notstrom oder Ersatzstrom?

Notstrom bezeichnet eine Anlagenfunktion, die einzelne Geräte über eine Steckdose versorgen kann. Meist muss man dafür einen Schalter umlegen, die Umschaltung erfolgt nicht automatisch. Ersatzstrom ist eine Funktion des Wechselrichters, die ein Teilnetz (einphasig) oder das gesamte Hausnetz (dreiphasig) versorgen kann.

Die Versorgungsdauer im Inselbetrieb kann bei Sonneneinstrahlung erheblich verlängert werden, wenn die Batterie auch im Notstrombetrieb aus der Photovoltaikanlage nachlädt. Ob das in der gewählten Variante möglich ist, kann der Fachbetrieb im Einzelfall erläutern.

Neue Batteriespeicher finden Sie hier.

Auch für Mieterinnen und Mieter interessant

Nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern, die über kein eigenes Dach mit Photovoltaikanlage verfügen, können sich mit Batteriespeichern auf den Notfall vorbereiten. Einige Anbieter vertreiben Steckersolargeräte in Kombination mit Batteriespeichern, die mit Steckdosen für Notstrom ausgestattet sind. Wer über keinen geeigneten Platz für die Installation von Solarmodulen verfügt, kann Notstrom auch aus einer tragbaren Powerstation (Batterie) beziehen (HS)

Mehr über Notstrom und Ersatzstrom erfahren Sie in unserem aktuellen Ratgeber:

300 Tipps: Autark mit Sonnenstrom (kostenfreier Download)