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Variable Strompreise: Awattar handelt über Plattform von Next Kraftwerke

Der Wiener Ökostromversorger Awattar kooperiert mit Next Kraftwerke, um seine Haushalts- und Gewerbekunden mit Energie zu variablen Tarifen zu beliefern. Die Herausforderung beim Tarif Hourly und Hourly Cap von Awattar ist die Abrechnung zum jeweiligen Marktpreis. Deshalb nutzen die Wiener jetzt die Plattform Nextra von Next Kraftwerke mit Sitz in Köln, um die Strommengen für die Kunden auf den österreichischen und deutschen Spotmärkten zu beschaffen und spotmarktscharf abzurechnen.

Verbrauch an den Marktpreis orientieren

Dadurch haben die Kunden von Awattar wiederum die Möglichkeit, auf die Preissignale an der Börse zu reagieren und entsprechend ihren Stromverbrauch zu steuern. So können sie ihre großen Stromverbraucher dann einschalten, wenn der Preis am Spotmarkt etwa durch die Einspeisung großer Mengen an Solarstrom gering ist. Dann ist der Stromverbrauch niedriger, wenn die Energie am Markt teuer ist. Um die dafür notwendigen Echtzeitdaten zu den benötigten und gekauften Strommengen austauschen zu können, haben die Techniker von Next Kraftwerke über eine API-Schnittstelle das Portfoliomanagementsystem von Awattar an Nextra angeschlossen. Die Weiterbearbeitung der ausgetauschten Daten für Marktfolgeprozesse wie beispielsweise den Austausch des Kraftwerksfahrplans mit den Übertragungsnetzbetreibern ist dadurch ebenfalls leichter möglich.

Noch mehr Flexibilität für den Kunden

Damit können die Portfoliomanager von Awattar die aktuellen Preise aus verschiedenen Marktsegmenten in verschiedenen Ländern abrufen und entsprechende Handelsgeschäfte abschließen, ohne selbst direkt an der Börse handeln zu müssen. Sie stellen ihre Gebote einfach über die Nutzeroberfläche von Nextra oder über den automatisierten Austausch von Gebotslisten ein. „Das Nextraportal ermöglicht uns, unsere Kunden noch effizienter und direkter von ihrer eigenen Flexibilität profitieren zu lassen”, betont Simon Schmitz, Geschäftsführer von Awattar. „Insbesondere für das stark wachsende Segment E-Mobilität und diejenigen, die ihr Elektroauto zu Hause laden, birgt das schon heute ein sehr interessantes Einsparungspotenzial.”

Besser an die Strombörse angebunden

Das lasse sich durch die Anbindung an Nextra noch weiter ausbauen, ist Schmitz sich sicher. Denn dadurch könne Awattar erstmals den Intradayhandel und die Möglichkeiten zur Automatisierung über Nextra ausschöpfen. „Hinter dem Konstrukt steht die klare Zielsetzung, dass sich auch individuelle Haushaltskunden direkt an kurzfristigen Strompreissignalen orientieren”, ergänzt David Schmich, Leiter Portfoliomanagement und Origination bei Next Kraftwerke,. „Wir sind überzeugt, hiermit Stromhändlern, Lieferanten und deren Endkunden eine zukunftsweisende Lösung an die Hand geben zu können.” (su)

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