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Ulrich Leibfried erhält diesjährigen Goetzberger-Preis

Zwar wird der Adolf-Goetzberger-Preis beim PV-Symposium in Bad Staffelstein verliehen, aber er ist nicht auf Photovoltaik beschränkt. „Professor Goetzberger selbst wollte immer die Sonnenenergie fördern“, erzählte Thomas Nordmann zum Auftakt der Preisverleihung. „Also auch Wärme oder andere Anwendungen.“

Nordmann ist Vorsitzender des Kuratoriums der Adolf-Goetzberger-Stiftung, die den Preis in diesem Jahr zum zweiten Mal verlieh. Die hochkarätig besetzte Jury wurde von Winfried Hoffmann geleitet.

Er würdigte Leibfried als Vorreiter einer sauberen Wärmeversorgung. „Solink ist ein stimmiges Gesamtsystem, das die Flächenkonkurrenz auf dem Dach zwischen Solarstrom und Solarwärme beseitigt“, begründete er die Auszeichnung. „Durch die Skalierung der Fertigung können die Preise so weit sinken, dass sich ein großer Markt öffnet.

Prof. Dr. Adolf Goetzberger: Visionär der solaren Energiewende

Solink wurde 2024 entwickelt

Der PVT-Wärmepumpen-Kollektor Solink wurde 2024 entwickelt. 2025 wurde bei der Firma AKG in Nordhessen eine moderne Fabrik eingeweiht, um die Komponenten in Deutschland zu fertigen. Solink ist die neueste Innovation von Consolar, das auf mehr als 33 Jahre zurückblicken kann.

Ulrich Leibfried hat das Unternehmen gemeinsam mit Partnern im Jahr 1994 gegründet. 33 Jahre nach der Gründung nennt er 33 Patente oder Patentanmeldungen sein eigen. Mehrere Generationen von Solarthermischen Kollektoren, Hybridkollektoren, thermischen Speichern und die Wärmepumpe Solaera haben die Thermiebranche wesentlich geprägt und voran gebracht.

AKG und Consolar: neue Fertigungslinie für PVT-Kollektoren startet

Bewundernswerte Hartnäckigkeit und technische Kompetenz

Hoffmann lobte die „bewundernswerte Hartnäckigkeit und und technische Kompetenz des Erfinders und Unternehmers“. Die Laudatio hielt Professor Karsten Voss von der Bergischen Universität in Wuppertal. Er hatte mit Leibfried in den 1980ern Maschinenbau studiert, an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Nach dem Abschluss 1986 wandte sich Ulrich Leibfried zunächst für zwei Jahre zum Friedensdienst nach Frankreich, anschließend nach Afrika.

1994 entschloss er sich, Consolar zu gründen, seitdem eine feste Größe in der solaren Energiewende in Deutschland und Europa. Anfangs waren die Systeme sehr komplex, so gehörte beispielsweise ein Eisspeicher zur thermischen Anlage. „Ulrich Leibfried war immer auf der Suche, um die technischen Lösungen zu vereinfachen“, erinnerte sich Voss. „So entstand schließlich der Solink-Wärmepumpenkollektor.“

Heribert Schmidt erhält ersten Adolf-Goetzberger-Preis

Mehr als drei Jahrzehnte für die Energiewende

Leibfried war 1992 erstmals mit Professor Goetzberger zusammengetroffen, beim zweiten Symposium für Solarthermie im Kloster Banz. Nun blickt er mehr als drei Jahrzehnte zurück, auf zahlreiche Auszeichnungen und Preise der Fachwelt und des Landes Baden-Württemberg. Der mit 25.000 Euro dotierte Adolf-Goetzberger-Preis krönt diese Karriere, deren Ende nicht in Sicht ist.

Statt Geranien ein Heizkraftwerk am Fenster

Der Preis wird jährlich vergeben. Erstmals war er 2025 im Kloster Banz verliehen worden, an Heribert Schmidt vom Fraunhofer ISE. Er hatte die H-Schaltung für Solarwechselrichter entwickelt, ein Meilenstein für die Photovoltaik.

Die Bewerbungen für 2027 sind eröffnet, Bedingungen und Einreichung erfolgt übers Internet. Die Adolf-Goetzberger-Stiftung ist gemeinnützig und kann für Spenden steuerlich abzugsfähige Quittungen ausreichen. Professor Adolf Goetzberger war Gründer und viele Jahre Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Er starb im vergangenen Jahr. (HS)

Hier finden Sie alle Informationen über Solink

Hier geht es zur Bewerbung für 2027