Logistisch sind die Transporte ein Kraftakt, der durch Biohaus-Stiftung, Greenpeace Ukraine, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und den ukrainischen Krankenhäusern gemeinsam gestemmt wird. Besonders schwierig ist der Transport nach Trostianets, wo der von der GIZ beauftragte Spediteur nicht direkt anliefern kann.
40 Jahre nach Tschernobyl – Ihre Hilfe wirkt!
Wegen der akuten Gefahr durch die nahe Kriegsfront übernimmt die ukrainische Nova Post die letzte Meile nach Trostjanets. Auf die Reise gehen 60 Kilowatt Solarmodule inklusive Montagetechnik sowie Batteriesysteme mit 40 Kilowatt Hybridwechselrichtern. Außerdem wird eine Powerbank mit 62 Kilowattstunden in die Ukraine geliefert.
Interview mit Jörg Ebel vom BSW-Solar: „Von der Ukraine können wir viel über Resilienz lernen“
Die netzgekoppelte Photovoltaikanlage wird am Krankenhaus in Iwano-Frantisk installiert. Zwei notstromfähige Anlagen mit Batterien sind für das regionale Krankenhaus in Sumy und ein Krankenhaus in Kiyv vorgesehen. Ein kleineres Hybridsystem geht nach Trostianets. Die Powerbank ist für die Bibliothek der Universität in Lviv gedacht.
Biohaus-Stiftung braucht 150.000 Euro
Im Krankenhaus in Kiyv werden vor allem Krebspatienten (Onkologie) behandelt, darunter noch immer Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren. Sie leiden weiterhin an den Folgen der Verstrahlung. (HS)