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Österreich: Award für integrierte Photovoltaik gestartet

Die österreichische Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) schreibt gemeinsam mit dem Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) den fünften Innovationsaward für integrierte Photovoltaik aus. Der offizielle Startschuss für die Bewerbungsphase fiel auf der diesjährigen Fachtagung von PV Austria in Wien. Bis zum 15. September 2026 können interessierte Unternehmen, Planungsbüros und Projektentwickler ihre Projekte und auch Konzepte einreichen. Die Preisverleihung ist für den 25. November 2026 im Rahmen der österreichischen Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicher in Villach vorgesehen.

Synergieeffekte durch Photovoltaik

Der diesjährige Award steht unter dem Motto „Synergieeffekte durch Photovoltaik“. „Wir sehen und wir merken mehr und mehr, dass in den Anwendungen der Photovoltaik diverse Branchen auf uns zukommen, weil sie feststellen, dass es mit der Photovoltaik bessergeht“, erklärt Hubert Fechner, Obmann der TPPV. Er begründet, warum der Innovationsaward inzwischen weit über die bauwerkintegrierte Photovoltaik hinausgeht und auch andere Formen der Integration einbezieht – etwa in der Landwirtschaft, in der Mobilität oder als Integration ins System.

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Hubert Fechner verweist dazu auch auf eine intensive Kooperation mit den Landwirten in Österreich. Aus dieser Kooperation soll in Kürze ein gemeinsames Whitepaper zur Agri-PV hervorgehen. Dieses hat die TPPV zusammen mit der Landwirtschaftskammer Österreich, Landwirtschaftsverbänden und landwirtschaftlichen Forschungsorganisationen erarbeitet.

Realisierte Projekte und visionäre Konzepte gesucht

Wie schon im vergangenen Jahr wird es zwei verschiedene Kategorien von Ausschreibungen geben. So werden in der einen Kategorie bereits realisierte Projekte mit Vorzeigecharakter prämiert. Diese müssen zwar nicht zwingend schon abgeschlossen, aber bereits weit fortgeschritten sein. In der zweiten Kategorie zeichnet die TPPV auch visionäre Konzepte aus. Voraussetzung ist hier, dass dieses Konzept ein realistisches Umsetzungspotenzial erkennen lässt. „Wir wollen aufzeigen, was in der Photovoltaik möglich ist, wohin die Photovoltaik geht“, umreißt Hubert Fechner den Ansatz.

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Feste Kriterien für die Bewertung

Die eingereichten Projekte und Konzepte werden anhand mehrerer Kriterien bewertet. An erster Stelle steht ein schlüssiges energetisches Gesamtkonzept. „Nur schöne Photovoltaik in ein schlecht performendes Gebäude einzufügen, reicht nicht aus. Es muss wirklich ein energetisches Gesamtkonzept dahinterstehen“, beschreibt Fechner ein Beispiel. Zusätzlich dazu fließen auch die architektonische Qualität – insbesondere bei der Bauwerksintegration –, die Umweltverträglichkeit inklusive Recycling und Nachhaltigkeit, die Kosteneffizienz sowie die Kommunikation des Projekts in die Bewertung ein. Da es sich um einen österreichischen Award handelt, wird zudem ein Bezug zu Österreich vorausgesetzt, sei es über den Standort, die Planungsbeteiligten oder die ausführenden Unternehmen.

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Preisgelder ausgelobt

Den Gewinnern des Awards winken aber nicht nur Renommee, sondern auch ein Preisgeld. So ist der erste Platz mit 5.000 Euro dotiert. Für den zweiten Platz gibt es 3.00 Euro und der Drittplatzierte bekommt 2.000 Euro. Das Preisgeld wird von Unternehmen aus der Branche gesponsert. „Wir freuen uns über alle, die nicht nur ihre Projekte einreichen, sondern auch den Award finanziell unterstützen und mittragen“, sagt Fechner.

Alle Informationen zu den Kriterien und alle Termine zum Award finden Sie auf der Webseite von PV Austria. Dort gibt es auch einen Link, über den Sie das Projekt einreichen können. (su)