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Wärmepumpe: Weiteres Wachstum braucht Förderung

Die Hersteller und Anbieter von Wärmepumpen haben ein gutes Jahr 2025 gemeldet. 299.000 Aggregate wurden in Heizsysteme eingebaut, 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Förderanträge stieg gleichfalls deutlich an. Pläne der Regierungskoalition, das Gebäudeenergiegesetz zu novellieren, nimmt die Branche mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis.

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Erstmals stellten Wärmepumpen 2025 knapp die Hälfte aller in Deutschland verkauften Wärmeerzeuger. „Wir sehen nach zwei Jahren, in denen das Thema Heizen politisch stark polarisiert wurde, dass die Wärmepumpe vor allem mit Leistung überzeugt“, urteilt Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP). „Zudem wird das Verheizen von Gas und Öl zunehmend mit Preisrisiken, Unsicherheiten der Versorgung und negativen Auswirkungen auf das Klima verbunden.“

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Rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr

Entsprechend stellen sich Hersteller und das Handwerk auf weiter steigende Nachfrage ein. Laut Sabel spielt natürlich die lukrative Förderung eine wichtige Rolle. 2025 wurden über 288.000 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt, 91 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Februar 2024 war die neue Förderung stufenweise angelaufen.

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Im BWP sind über 1.300 Unternehmen der Heizungsindustrie, Handwerksbetriebe, Planungs- und Architekturbüros, Bohrfirmen sowie Energieversorger organisiert. Die Branche beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr erwirtschaftet sie etwa 3,5 Milliarden Euro. 95 Prozent der verkauften Wärmepumpen werden von Mitgliedsunternehmen des BWP produziert und vertrieben.

80 Prozent im Bestand installiert

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Wärmepumpenheizungen nur im Bestand, in dem knapp 80 Prozent des Absatzes installiert wurden. Nach Auffassung von Martin Sabel darf Berlin diese Erfolgsgeschichte nicht abwürgen. Er fordert: „Die Branche kann ihr volles Potenzial für Investitionen und Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk nur entfalten, wenn die Politik für verlässliche Rahmenbedingungen sorgt.“

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Sabel befürchtet, „dass ein reformiertes Gesetz zur Investitionsbremse werden könnte, falls plötzlich völlig andere Regeln gelten und wieder Signale zugunsten fossiler Energieträger gesetzt werden.“ Im Gegenteil: Der Wärmemarkt entfalte sein Potenzial derzeit noch nicht, „weil viele Hauseigentümer mit ihrer neuen Heizung auf politische Entscheidungen warten.“

Luft-Wasser-Geräte dominieren

Aus Sicht des Verbandes brauche es zur Aktivierung des Marktes klare Signale: „Wer diese Kundengruppen aktivieren will, muss ihnen im reformierten GEG einen belastbaren Weg zur Energiesouveränität und Klimaneutralität aufzeigen.“

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Beim Blick auf die verschiedenen Typen bleiben Luft-Wasser-Wärmepumpen weiter dominierend, mit 95 Prozent Marktanteil. Sole-Wasser-Wärmepumpen, die das Erdreich als Wärmequelle nutzen, stellten mit 16.000 Anlagen nur fünf Prozent des Absatzes. Zudem wurden 49.500 Warmwasser-Wärmepumpen abgesetzt. Hier meldet der Verband ein Plus von 20 Prozent gegenüber Vorjahr. (HS)

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